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Wir brauchen Optimismus und keine neuen Steuern!

Dringliche” im Nationalrat für Appell an Landwirte

Die Regierung tut alles, um die Folgen der Krise abzufedern und unterstützt Betriebe wie Bevölkerung mit gezielten Programmen, um letztendlich stärker wieder aus dieser Krise herauszukommen. Umso unverständlicher ist es für Abgeordneten Klaus Lindinger im Rahmen seiner Plenarrede zum Dringlichen Antrag der Neos, dass die Neos auf die Idee kommen, Steuererhöhungen einzufordern.

„Wie wird die Wirtschaft darauf reagieren? Wir brauchen Optimismus und keine neue Steuern! Wir wollen Betriebe nicht dafür strafen, weil sie Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken müssen. Mit uns wird es keine höheren Steuern geben“, so Lindinger.

Klaus Lindinger

Im Bereich Gastronomie und Tourismus, der besonders hart von der Krise betroffen ist, wurden rasch und unbürokratisch Hilfspakete geschnürt, die auch bei den Betroffenen ankommen. Neben dem Härtefallfonds sind das auch Umsatzersatz und Überbrückungshilfen und vieles mehr. „Diese Pakete greifen. Die Menschen kommen schnell zu ihrem Geld. Wer das nicht glaubt, sollte sich mit Verantwortlichen in Italien, der Schweiz oder Deutschland unterhalten. Die beneiden uns um diese Maßnahmen“, sieht Lindinger darin auch ein wichtiges Zeichen für die Wertschätzung der Betriebe und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Land.

“Wir denken nicht in Monaten oder Jahren sondern in Generationen“, so Klaus Lindinger. Er ist besonders stolz, dass bei der Bauernbund-Liste für die Landwirtschaftskammerwahl in OÖ unter den ersten 40 Kandidaten 11 Jungbäuerinnen und Jungbauern zu finden sind.

Es braucht Nachschärfungen im bäuerlichen Bereich

Aber auch die Land- und Forstwirtschaft ist von der Krise hart getroffen. „Landwirtschaft ist Wirtschaften am Land. Unsere familiengeführten Höfe leben nicht von Idylle, Luft und Liebe sondern sind selbstständige Betriebe, die auch an dieser Krise zu kämpfen haben“, erinnert Lindinger an die zahlreichen Entlastungspakete für die Landwirtschaft im Steuer- und Sozialversicherungsbereich, die bereits vorzeitig umgesetzt wurden. Aber er erinnert auch an die Investitionsprämie, bei der allein im landwirtschaftlichen Bereich bereits 12.000 Anträge mit einem Volumen von rund 230 Mio. Euro genehmigt wurden.

Dennoch braucht es für Lindinger noch dringend Nachschärfungen vor allem bei pauschalierten Betrieben, die direkt oder indirekt an Gastronomie oder Tourismus liefern. Bei Direktzulieferern ist zum Teil bis zu 100 Prozent der Absatz weggebrochen. Weiters braucht es Unterstützung für die indirekt  Betroffenen, vor allem Veredelungsbetriebe, die an den Großhandel oder die Verarbeitungsindustrie liefern.

„Hier liegt der Schaden bereits bei über 70 Millionen Euro. Diese Branchen brauchen dringend Unterstützung“, so Lindinger.

Klaus Lindinger

„Der Bauernbund ist der Garant für die Interessen der Bäuerinnen und Bauern und der Grundeigentümer in diesem Land“, nutzte Lindinger seine Rede im Nationalrat, um Werbung zur Teilnahme an der Landwirtschaftskammerwahl in Oberösterreich zu machen. „Wir denken nicht in Monaten oder Jahren sondern in Generationen“, ergänzt Lindinger, dass bei der Bauernbund-Liste für die Wahl am Sonntag unter den ersten 40 Kandidaten 11 Jungbäuerinnen und Jungbauern zu finden sind. 

Gemeinsam für starke Gemeinden!

Zuschüsse im zweiten Gemeindepaket für Oberösterreich betragen 236,3 Millionen Euro

Das zweite Gemeindepaket, das am 18. Jänner im Budgetausschuss beraten wurde, bringt den Gemeinden in Österreich nicht nur zusätzlich 1,5 Milliarden Euro mehr an finanziellen Mitteln. Es sorgt vor allem für mehr  Stabilität in den Haushalten, um auch weiterhin die für die regionale Versorgung der Bevölkerung so notwendigen Aufgaben erfüllen zu können. Für Oberösterreich bedeutet das Zuschüsse in der Höhe von 236,3 Millionen Euro.

„Mit diesem Geld wird es möglich sein, dass auch besonders stark von Einbußen bei Ertrags- und Kommunalsteuern  betroffene Gemeinden ausreichend Mittel zur Verfügung haben, um in den kommenden Jahren wertvolle Investitionen zum Wohle der Gemeindebürger umsetzen zu können“, sind sich ÖVP-Gemeindesprecher Abg. Bgm. Manfred Hofinger und Abg. Klaus Lindinger gemeinsam mit Finanzminister Gernot Blümel einig.

Klaus Lindinger und Manfred Hofinger

Bedauerlich ist für die beiden oberösterreichischen Abgeordneten, dass SPÖ und FPÖ dem Paket im Ausschuss heute nicht zugestimmt haben.

Finanzminister Gernot Blümel weiß um die große Bedeutung der Gemeinden, die die Abgeordneten Klaus Lindinger (li.) und Manfred Hofinger (re.) stark vertreten. Im Budgetausschuss haben sie das zweite Gemeindepaket beraten und unterstützt. (Foto: privat)

„Als Volkspartei ist es uns ein besonderes Anliegen, den Gemeinden den Rücken zu stärken, denn sie sind es, die den Menschen Heimat, Sicherheit und beste Infrastruktur am Land bieten“, erinnert Hofinger an die vielfältigen und zusätzlichen Aufgaben der Gemeinden auch rund um die Corona-Krise.

„Ohne Gemeinden keine zielgerichtete Pandemiebekämpfung, ohne starke Gemeinden kein florierender ländlicher Raum“, ist auch Klaus Lindinger überzeugt, der sich im Februar der Bürgermeisterwahl in seiner Gemeinde Fischlham stellt.

Gemeindepaket mit drei wesentlichen Maßnahmen

Umso wichtiger ist es, die Gemeinden in ihrer Liquidität und Investitionskraft zu stärken. Im Budgetausschuss wurden daher heute im Rahmen des zweiten Gemeindepaketes drei wesentliche Maßnahmen beschlossen:

  • Aufstockung der Ertragsanteile der Gemeinden um 400 Mio. Euro bei der Zwischenabrechnung im März 2021.
  • Sonder-Vorschüsse auf die Ertragsanteile der Gemeinden im Jahr 2021 in der Höhe von 1 Mrd. Euro. Die Rückzahlung beginnt frühestens im Jahr 2023.
  • Aufstockung des Strukturfonds im Jahr 2021 um 100 Mio. Euro, um finanzschwache Gemeinden besonders zu unterstützen.

SPÖ dagegen, obwohl sie dafür ist?

„Leider war es den Sozialdemokraten – wohl aus parteitaktischen Gründen – nicht möglich dem für die Gemeinden so wichtigen Paket, heute zuzustimmen. Aber die Finanzmittel sind ja für alle da; ebenso für Gemeinden mit SPÖ- oder FPÖ-Bürgermeistern“, hofft Hofinger noch auf ein Umdenken von SPÖ und FPÖ bis zum Plenarbeschluss am Mittwoch.

Denn eines ist auch klar: Der Einbruch bei den Erträgen bei den gemeinschaftlichen Bundesabgaben aufgrund der COVID-19-Krise trifft alle Gebietskörperschaften entsprechend ihrer Beteiligung. Das entspricht ungefähr einem Anteil von zwei Drittel Bund und ein Drittel Länder und Gemeinden bei den Mindereinnahmen.

Sorgsamer Umgang mit dem gemeinsamen Steuertopf

„Aber alles kommt aus einem gemeinsamen Steuertopf. Entscheidend ist es daher, sorgsam und nachhaltig damit umzugehen und die finanziellen Mittel so einzusetzen, dass sie zusätzliche Investitionen auslösen und Arbeitsplätze erhalten“, bekräftigt Klaus Lindinger.

Klaus Lindinger

Er erwartet neugierig die Argumentationen der Sozialdemokraten in der Plenarsitzung bzw. auch jene der SPÖ-Bürgermeister. Immerhin hat der sozialdemokratisch dominierte Städtebund das Gemeindepaket im Vorfeld des parlamentarischen Prozesses bereits positiv beurteilt.

Impfstart auch in Wels-Land

Alten- und Pflegeheime im Bezirk sind gut versorgt

In den Alten- und Pflegeheimen des Bezirks Wels-Land wird die Corona-Schutzimpfung ab sofort angeboten. Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Personal leisten damit einen wichtigen Schritt zu mehr Normalität. Sie schützen ihre Gesundheit und im Grunde auch die ihrer Mitmenschen.

Doris Parzer (2.v.re., Leitung) und Petra Kornfelder (2.v.li. Sekretariat) informieren die Abgeordneten Klaus Lindinger (re.) und Ralph Schallmeiner (li.) sowie Bürgermeistersprecher Andreas Stockinger (Mitte) über den Ablauf der Impfung im Alten- und Pflegeheim Thalheim.

„Die Impfung ist ein Meilenstein bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Österreich hat sich gemeinsam mit den EU-Mitgliedstaaten bemüht, so viele Impfdosen wie möglich zu erhalten. Fakt ist: Jeder Impfstoff wird genutzt!“, so die beiden Abgeordneten zum Nationalrat Klaus Lindinger und Ralph Schallmeiner. „Bei einem Gespräch mit der Leitung des Alten- und Pflegeheimes Thalheim haben wir uns über die genauen Abläufe in der Praxis informiert!“ Bei dieser Gelegenheit hatten Klaus Lindinger, Ralph Schallmeiner und Bürgermeistersprecher Andreas Stockinger einen frischen Obstkorb für das Personal mit dabei. „Vitamine kann man immer brauchen. Gerade in der Pflege sind die Menschen in den letzten Monaten besonders gefordert. Wir danken für den engagierten Einsatz und die Geduld, die immer wieder nötig war und ist!“, betonen sie.

Wie im nationalen Impfplan festgelegt, können ab Dienstag, 19. Jänner Menschen über 80 Jahre, die zuhause leben und sich impfen lassen möchten, im Klinikum Wels-Grieskirchen den kostenlosen Service in Anspruch nehmen. Eine Anmeldung und ein fixer Termin ist notwendig. Das Land Oberösterreich bekommt entsprechend der Bevölkerungsanzahl ein Sechstel aller in Österreich verfügbaren Impfdosen. Bis Ende des Monats sollen 48.000 Oberösterreicherinnen und Oberösterreich geimpft sein.

Der Impfplan für Österreich:

  • Durch die gemeinsame Beschaffung der EU stehen in Österreich Impfdosen für jene Menschen zur Verfügung, die sich impfen lassen wollen.
  • Die zusätzliche Bestellung der EU von 300 Mio. Impfdosen von der Firma Biontech/Pfizer bedeutet für Österreich im zweiten Quartal bereits 1,5 Mio. Impfdosen zusätzlich. Insgesamt erhält Österreich 11,5 Millionen Impfdosen von Biontech/Pfizer.
  • Durch die Zulassung der Schutzimpfung von Moderna erhält Österreich bis zum Ende des ersten Quartals 200.000 Impfdosen der Firma. Im zweiten Quartal folgen weitere 690.000.
  • Durch den vorgezogenen Impfstart kommt die Impfung schneller zu den Personen, die von einer Corona-Erkrankung am meisten gefährdet sind.
  • Zu Beginn der Phase 2 folgen dann vor allem ältere Menschen, Personen mit Vorerkrankungen und in kritischer Infrastruktur.
  • Die allgemeine Bevölkerung folgt in Phase 3.

www.österreich-impft.at

Perspektiven schaffen – Stärke zeigen: für unsere Höfe – für unsere Heimat!

Der Bauernbund ist die einzige bäuerliche Interessensvertretung, die in den Entscheidungsgremien aller politischen Ebenen – egal ob Land, Bund oder Europäische Union – vertreten ist. Ohne Einbindung des Bauernbundes in die Regierungs- und Parlamentsarbeit – aber auch auf Gemeinde-, Landes- und Bezirksebene – wird die Landwirtschaft von nicht praktikablen Vorschriften überrollt und es droht eine Belastungslawine für unsere bäuerlichen Familienbetriebe. Der Bauernbund ist ein verlässlicher Partner für die heimische Landwirtschaft und die Besitzer von Grund und Boden.

Bei der Wahl am 24. Jännner wird nicht nur die Zusammensetzung in der Kammer gewählt. Es werden auch die bäuerlichen Vertreterinnen und Vertreter auf Ortsebene entschieden. 

Unsere Bezirkskandidaten:

Franz Waldenberger aus Pennewang: Ochsenmast, Biobetrieb mit Direktvermarktung von Erdäpfel, Eiern, Dinkelprodukte und Rindfleisch im „Bio-Drive-In“, Obmann Bio Austria OÖ, Bürgermeister.
Teresa Lachmair aus Steinhaus: Schweinezucht, Ackerbau, Forst und Hobbyimkerei, Direktvermarktung von „Hegartners Bienenhonig“ und dessen Nebenbprodukten wie Wachstücher, junge Mutter und sehr engagiert im Ort und in der Bezirkspartei.
Pauline Mittermayr aus Pennewang: Legehennenhaltung, Ackerbau, Direktvermarktung, Seminarbäuerin, junge Mutter und früher sehr engagiert in der Landjugend.
Markus Brandmayr aus Eberstallzell: Schweinehaltung mit  Ferkel-produktion, Ackerbau, Ortsbauernobmann und im Ort sehr engagiert.

Franz Waldenberger (v.li.), Teresa Lachmair, Pauline Mittermayr und Markus Brandmayr repräsentieren die bäuerliche Vielfalt des Bezirkes Wels-Land. Sie machen sich für die Interessen ihrer Standeskolleginnen und -kollegen ein.

Leopold Keferböck: Unsere Bauern sind Rückgrat der Versorgung in der Region

Unsere Bäuerinnen und Bauern mit ihrer aktiven Bewirtschaftung von Grund und Boden, mit flächengebundener Veredlungsproduktion und mit ihrer in Generationen denkenden Wirtschaftsweise sichern die Lebensmittelversorgung. Um diese auch in Zukunft aufrecht erhalten zu können, braucht es stabile und vor allem praktikable Produktionsbedingungen. Es braucht zudem einen Schulterschluss zwischen Produzenten, Handel und Konsumenten bei Akzeptanz und Preisgestaltung, um allen (auch dem Landwirt) ein wirtschaftliches Überleben zu ermöglichen. ‚Lockangebote‘ sind nur scheinbar billig. Langfristig zahlen alle drauf, weil dann der Bedarf mit importieren Fleisch gedeckt werden müsste, wo wir keine Gütesiegel und Kontrollmöglichkeiten haben.

BB-Obmann Leopold Keferböck steht für regionale und nachhaltige Landwirtschaft ein und fordert eine faire Entlohnung deren Produkte.

Margit Ziegelbäck: Lebensmittelkompetenz bei Kindern stärken

Der direkte Bezug zwischen Produzenten und Konsumenten ist vielfach verloren gegangen. Qualifizierte oberösterreichische Landwirte ermöglichen seit zwei Jahrzehnten Kindern und Jugendlichen im Rahmen von „Schule am Bauernhof“ die Landwirtschaft wieder hautnah zu erleben. Gerade die Zeiten des Lockdowns haben vielen Menschen verdeutlicht, dass wertvolle Kenntnisse und Kompetenzen der Lebensmittelauswahl, Lagerung und Zubereitung mittlerweile “auf der Strecke” geblieben sind. Ein großes Ziel der Bäuerinnen ist es, dass in Österreich alle SchülerInnen wissen, wo die Lebensmittel herkommen, wie sie verarbeitet werden können und dass der regionale Einkauf nicht nur unser Klima schützt, sondern auch Arbeitsplätze und Wertschöpfung im eigenen Land sichert. Dazu ist es notwendig, die Ernährungs- und Konsumbildung in allen Schulen im Lehrplan zu verankern.

Bezirksbäuerin Margit Ziegelbäck ist es ein Anliegen, Kindern die Wertschätzung gegenüber der Landwirtschaft und Lebensmittelbildung zu vermitteln (am Bild mit Sohn Samuel).

Franz Waldenberger: Regionale Bio-Lebensmittel liegen voll im Trend

Der Absatz von Bio-Lebensmitteln im Handel hat erstmals den Umsatzanteil von 10% überschritten. Österreich ist mit einem Bioanteil von 25% an der landwirtschaftlichen Fläche Bio-Vorreiter in Europa. Damit diese Vorreiterrolle weiter ausgebaut werden kann, braucht es einerseits einen steigenden Absatz für heimische Bio-Produkte und andererseits praxistaugliche Rahmenbedingungen. Ab 2022 tritt eine neue EU-Bioverordnung in Kraft. In den kommenden Monaten sind dazu viele rechtliche Details auszuformulieren. Parallel dazu wird an der Ausgestaltung des nächsten Agrarumweltprogrammes gearbeitet das ab 2023 wirksam wird. Hier geht es darum den systemischen Mehrwert der biologischen Wirtschaftsweise abzubilden und die besonderen Umweltleistungen der Biobäuerinnen und Biobauern abzugelten. Ich bin überzeugt, dass es in Österreich mit unserer kleinstrukturierten Landwirtschaft noch ein großes Potential für die biologische Landwirtschaft gibt.

Im Bio-Drive-In der Familie Waldenberger bekommt man kontaktlos Erdäpfel, Eier, Dinkelprodukte und Rindfleisch rund um die Uhr.

Teresa Lachmair: Landwirte sind Vorreiter in Sachen Digitalisierung

Begriffe wie „Smart Farming“ oder automatische Lenksysteme sind keine Zukunfts-musik sondern Tatsachen. Die Bäuerinnen und Bauern von heute nützen moderne Technologien, die die Landwirtschaft genauer, aber auch herausfordernder machen. Es ist wichtig, neben dem bodenständigen Handwerk ‚Landwirtschaft‘ für Modernes offen zu sein! Die Digitalisierung ist in der Landwirtschaft angekommen und wird zukünftig zu einer noch ressourcen- und somit umweltschonenderen Bewirtschaftung beitragen. Sie entlastet die Bäuerinnen und Bauern, fordert aber die ständige Weiterbildung in diesem Bereich. Immer mehr Landwirte nutzen zudem die digitalen Medien, um einen Einblick in ihre Arbeit am Feld oder im Stall zu geben und auf die Wichtigkeit unserer regionalen Lebensmittel aufmerksam zu machen.

Pauline Mittermayr: Verpflichtende Herkunftskennzeichnung ist unerlässlich

Lebensmittel sind Mittel für unser Leben. Pro Person essen wir jährlich im Durchschnitt ca. 1 Tonne Lebensmittel – ein gewichtiger Grund, darüber nachzudenken, wo und warum wir bestimmte Produkte einkaufen. Der Unterschied zwischen einem österreichischen und einem ausländischen Produkt muss daher klar erkennbar sein. Im Lebensmittelhandel funktioniert die Herkunftskennzeichnung, speziell im Frischebereich bereits ganz gut. Schwierig wird es bei den verarbeiteten Produkten wie Fertigbackwaren oder tiefgekühlten Produkten. Ziemlich undurchsichtig ist leider die Herkunftskennzeichnung in der Gemeinschaftsverpflegung und der Gastronomie. Eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung ist unerlässlich, um die hochwertigen Produkte unserer Bäuerinnen und Bauern zu erkennen und sich bewusst dafür oder auch dagegen zu entscheiden. Die Entscheidung, ob die Wertschöpfung im eignen Land bleiben soll und ob man dem Klima und sich selbst etwas Gutes tun möchte, sollte jedoch jeder für sich selbst treffen können!

Als junge Mutter und „Bäuerin mit Herzblut“ ist Pauline Mittermayr die klare Herkunftskennzeichnung ein besonders großes Anliegen. (Fotohinweis: Der Bauer hat’s – Leader Wels-Land)

Markus Brandmayr: Versorgungssicherheit braucht konventionelle Schweinehaltung

Die angespannte Situation am Schweinemarkt ist bekannt. Durch den Wegfall an Zuliefermöglichkeiten an die heimische Gastronomie und Hotelerie ist der Absatz im Inland um 40 Prozent zurückgegangen. Die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Deutschland hat auch den heimischen Markt und vor allem den Schweinepreis unter Druck gebracht. Dieser Herausforderung müssen wir uns stellen, in dem wir verstärkt auf den Kauf von österreichischen Produkten aber auch auf die Herkunftskennzeichnung setzen. Die konventionelle Schweinehaltung sichert in Österreich zu 100 Prozent die Eigenversorgung. Besonders wichtig dabei ist, dass wir – im Gegensatz zu vielen anderen Ländern – mit einer starken Kreislaufwirtschaft auf bodengebundene Schweinehaltung und nachhaltige Bewirtschaftung setzen. Daher ist es mir ein besonderes Anliegen, junge Menschen zu motivieren trotz aller Schwierigkeiten den elterlichen Betrieb weiterzuführen. Denn jedes Tief bringt wieder eine Erholung!

Markus Brandmayr hat einen Schweinzuchtbetrieb in Eberstalzell.

Klaus Lindinger: Perspektiven schaffen – Stärken zeigen!

Durch den Verhandlungserfolg von Bundeskanzler Sebastian Kurz und Bundesminister Elisabeth Köstinger zum Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) 2021-2027 und der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union konnte die nachhaltige Finanzierung für die österreichischen Bäuerinnen und Bauern sichergestellt werden. Ursprünglich lautete der Vorschlag der Europäischen Kommission (EK) minus 110 Millionen Euro pro Jahr. Tatsächlich ist ein Plus von
5 Millionen Euro pro Jahr für die heimische Landwirtschaft herausgekommen.

Klaus Lindinger hat einen Betrieb mit Obst- und Ackerbau sowie Forst.

Durch zahlreiche Beschlüsse auf Bundesebene sind Perspektiven für die bäuerlichen Betriebe geschaffen worden wie zum Beispiel Agrarversicherungssystem ausgebaut, Entlastungs- und Investitionspaket, welches sowohl für Jung- wie auch Altbauern der bäuerlichen Klein- und Mittelbetriebe Zukunft eröffnet.

An vielen kleinen Rädchen wird bezüglich des Bodenverbrauchs gedreht, um die weitgehende Selbstversorgung in Österreich sicherzustellen. Aktuell werden 13 Hektar pro Tag verbaut. Diese Zahl muss dramatisch reduziert werden. Das neue Raumordnungsgesetz ist ein Puzzleteil in die richtige Richtung!

Stärke zeigt sich in der individuellen Betriebsgestaltung, die durch das profunde Beratungsangebot der Landwirtschaftskammer unterstützt wird. Die Bäuerinnen und Bauern bringen sich ehrenamtlich in den Vereinen, bei den Feuerwehren und auch in der Gemeinde ein. Sie sind bereit Verantwortung zu übernehmen – nicht nur in betrieblicher Hinsicht. Das breitgefächerte Kandidatenteam für die Landwirtschaftskammerwahl macht das mehr als deutlich!

Agrarstruktur im Bezirk Wels-Land:

Wels-Land hat eine Flläche von 45.770 ha, was einem Prozentsatz von 3,8 der oberösterreichischen Landesfläche ausmacht. 9,7% hingegen macht der Prozentsatz des Bezirks auf Landesebene bei der Ackerfläche aus. Das sind 28.032 ha oder 61% der Bezirksfläche. Dazu kommen 7.681 ha Waldfläche und 1.959 ha Grünfläche und 1.622 ha Biofläche sowie 217 ha mit Spezialkulturen.

53,3% der Betriebe im Bezirk sind Schweinehalter. Bemerkenswert ist, dass damit 8,9% der oberösterreichischen Schweinehalter 24,2% der oberösterreichschen Schweine halten. Das sind Stand November 2020 273.111 Schweine. Diesen Betrieben hat die afrikanische Schweinepest (ASP) in Deutschland aber auch die Corona-Pandemie und den damit sinkenden Absatzmärkten von bis zu 40 Prozent stark zugesetzt. 

455 Betriebe halten im Bezirk 250.704 Geflügel. Das macht 7,4% aller Geflügel im Land Oberösterreich aus. Wels-Land hat ca. 130 Direktvermarkter.

Regionale Lebensmittel liegen voll im Trend

Bio-Drive-In wird gerne genutzt

Seit gut einem Jahr betreibt Familie Waldenberger einen Selbstbedienungsladen in dem die hofeigenen Bio-Lebensmittel rund um die Uhr gekauft werden können. „Seit der Eröffnung des ‚Bio-Drive-In‘ hat sich der Absatz unserer Produkte sehr positiv entwickelt!“, freut sich Franz Waldenberger, der auch Bürgermeister in Pennewang ist. „Die Menschen schätzen die Qualität unserer hofeigenen Bio-Produkte (Erdäpfel, Eier, Dinkelprodukte und Rindfleisch) und die unkomplizierte Möglichkeit zum kontaktlosen Einkauf. Die vielen positiven Rückmeldungen unserer Kunden machen uns optimistisch für die Zukunft.“

Im Bio-Drive-In der Familie Waldenberger bekommt man kontaktlos Erdäpfel, Eier, Dinkelprodukte und Rindfleisch rund um die Uhr. (Fotohinweis: BB Wels-Land)

In Zeiten der Corona-Pandemie hat die regionale Landwirtschaft wieder an Bedeutung gewonnen und die Direktvermarktung erlebt einen Aufschwung. Auch der Absatz von Bio-Lebensmitteln im Handel hat sich sehr positiv entwickelt und erstmals den Umsatzanteil von 10% überschritten. „Es ist sehr erfreulich, dass die Menschen immer bewusster einkaufen und sehr genau darauf achten, woher ihre Lebensmittel kommen und wie sie erzeugt werden“, sagt Franz Waldenberger, der auch Obmann des Bioverbandes BIO AUSTRIA OÖ ist.

Herkunftskennzeichnung bei „außer Haus Verzehr“ und verarbeitete Produkte unerlässlich

Dieses gesteigerte Interesse soll gerade jetzt genutzt werden, um eine Herkunftskennzeichnung auch auf verarbeitete Produkte und den sogenannten „außer Haus Verzehr“ zu realisieren. „Der Nationalrat hat am 18. Juni 2020 eine verpflichtende Kennzeichnung von Fleisch, Milch und Eiern in der Gemeinschaftsverpflegung beschlossen“, informiert Abg.z.NR Klaus Lindinger.

Klaus Lindinger betreibt in Fischlham einen Betrieb mit Obst- und Ackerbau sowie Forst. Er zeigt die Anliegen der Region auf und macht sich gemeinsam mit dem Bauernbund für die verpflichtende Herkunftskennzeichnung bei verarbeitenden Produkten stark.

Der Bauernbund und speziell die Bäuerinnen setzen sich intensiv für die verpflichtende Herkunftskennzeichnung ein. „Diese ist unerlässlich, wenn wir weiter die hochwertigen Produkte der Bäuerinnen und Bauern aus Österreich am Teller haben wollen. Die Konsumentinnen und Konsumenten sollen sich bewusst dafür oder dagegen entscheiden können, wie ein Lebensmittel produziert wird!“, sagt Pauline Mittermayr, Bäuerin mit einem Legehennenbetrieb, Direktvermarkterin und Seminarbäuerin aus Pennewang.

Als junge Mutter und „Bäuerin mit Herzblut“ ist Pauline Mittermayr die klare Herkunftskennzeichnung ein besonders großes Anliegen. (Fotohinweis: Der Bauer hat’s – Leader Wels-Land)

„Auch wenn aktuell die Corona-Pandemie alle in Atem hält, möchte ich betonen, dass die verpflichtende Herkunftskennzeichnung im Regierungsprogramm für die Primärzutaten fix verankert ist. Hier ist nach wie vor Bundesminister Anschober gefordert!“, sagt Klaus Lindinger.

Es gibt kein „Pardon“ beim „Nein zu Atomkraft“

ÖVP-Abgeordnete zu Transparent-Aktion im Nationalrat

„Atomkraft ist nie und nimmer der richtige Schlüssel aus der Klimakrise“, sind sich die ÖVP-Abgeordneten Andreas Kühberger und Klaus Lindinger einig. Die beiden Nationalräte firmierten bei der gestrigen Plakatprotestaktion der ÖVP im Plenum des Nationalrates als Transparentträger.

KEINE ATOMKRAFT IN ÖSTERREICH

„Für mich steht fest: die Neos – aber auch offenbar Teile der SPÖ – haben nicht nur keine Ahnung von Klima- und Wirtschaftspolitik, sie torpedieren mit ihren Aussagen auch ihr eigenes Parteiprogramm als auch die einhellige Ablehnung der Atomkraft in Österreich“, zeigt sich Lindinger über die Aussagen von Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger und Ex-SPÖ-Finanzminister Hannes Androsch im Trend schockiert. „Auf der einen Seite versucht Österreich alles, um schrottreife und gefährliche Atomkraftwerke in Grenznähe abschalten zu lassen und auf der anderen Seite liebäugeln die Neos mit eben diesen“, weist Lindinger auch darauf hin, dass „der Hauptsponsor der Neos seit Jahren am AKW Mochovce sein Geld verdient“.

Die Abgeordneten Klaus Lindinger (re.) und Andreas Kühberger (li.) sind für Klimaschutz, aber ohne Atomkraft. (Foto: ÖVP-Klub/Farda)

GEFÄHRLICHSTE FORM DER ENERGIEGEWINNUNG

Für Abgeordneten Kühberger hat Atomkraft außerdem nichts mit nachhaltiger Energie zu tun. „Das zeigt allein schon die ungelöste Frage der Lagerung von Atommüll. Zusätzlich ist Atomenergie die gefährlichste Form der Energiegewinnung. Auch die Wertschöpfung bleibt nicht in den Regionen sondern bei den Betreibern. Und das sind oft multinationale Großkonzerne!“ Österreich habe hingegen alle Möglichkeiten eine echte Energiewende mit sicheren, erneuerbaren Energieträgern zu schaffen. „Dazu müssen wir nur unsere natürlichen Ressourcen wie Wind, Wasserkraft, Sonnenergie aber vor allem Biomasse nutzen. Bei diesen bleibt die Wertschöpfung auf unseren landwirtschaftlichen Betrieben und in den ländlichen Regionen,“ fasst Kühberger seine Beweggründe für die Teilnahme an der Plakat-Aktion im Nationalrat zusammen.

„Tag des Ehrenamts“: Wertschätzung für Freiwillige

Engagement bleibt – trotz herausfordernder Zeiten für Vereine und Körperschaften

Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen – Karin Kilbertus (v.li.), Ilse Kaltenböck und Christine Marschner – im „Rot-Kreuz-Markt“ Stadl-Paura freuten sich über zwei Kisten Äpfel aus dem Obstgarten von Klaus Lindinger.

Der 5. Dezember ist der „Internationale Tag des Ehrenamts“. Mit diesem Gedenktag soll das Ehrenamt besondere Wertschätzung erfahren. Nicht nur aus diesem Anlass hat Abg.z.NR Klaus Lindinger den Rot-Kreuz-Markt in Stadl-Paura besucht. Einerseits um seine Anerkennung für das freiwillige Team auszudrücken und andererseits um Äpfel aus seinem Obstgarten zu spenden, damit auch frisches Obst im Sortiment des Rot-Kreuz-Marktes ist.

Die freiwillige Einsatzbereitschaft ist in diesen Zeiten erfreulicherweise nicht weniger geworden, auch wenn viel Neues die (sozialen) Vereine und Körperschaften fordert. „Eine besonders wichtige Einrichtung, die hauptsächlich durch Ehrenamtliche betreut wird, sind die Rot-Kreuz-Märkte“, sagt Abg.z.NR Klaus Lindinger.

Rot-Kreuz-Markt dank dem Ehrenamt möglich

„Dank der Apfelspende können unsere Kunden dieses Mal auch frisches Obst einkaufen, was nicht immer in unserem Sortiment zu finden ist!“, freut sich Christine Marschner vom Rot-Kreuz-Markt Stadl-Paura. Um dort einkaufen zu können, muss man sich eine Berechtigung beim jeweiligen Gemeindeamt holen. „Damit können Menschen mit wenig Einkommen zu günstigeren Preisen einkaufen. Unsere Märkte funktionieren nur, wenn wir Waren erhalten!“, führt Frau Marschner aus. Dank dem ehrenamtlichen Engagement wird die Ware eingeräumt, die Shops zu den Öffnungszeiten betreut und auch vereinzelt zugestellt.

Herausforderungen für ehrenamtliche Vereine

Die Corona-Pandemie hat das gesellschaftliche Leben, das in den ländlichen Regionen vielfach von Vereinen geprägt ist, zum Stillstand gebracht. „Der NPO-Fonds des Bundes bringt durchaus finanzielle Unterstützung, doch die so wertvolle Gemeinschaft kann kaum oder nur sehr schwer gepflegt werden. Darum möchte ich allen ehrenamtlich Engagierten danken, dass sie die Geduld nicht verlieren und zum Beispiel auch bei den jetzt anstehenden Massentestungen zum Einsatz bereit sind!“, betont Klaus Lindinger wertschätzend.

24 Gemeinden – 24 Türchen – 24 Schmankerl aus Wels-Land

Adventkalender gibt es viele! „Heuer ist Premiere für den ersten digitalen Wels-Land-Adventkalender!“, freut sich Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Klaus Lindinger. Auf der Facebook-Seite der ÖVP Wels-Land (https://www.facebook/oevpwelsland) wird ab 1. Dezember jeden Tag um 7:00 Uhr ein Türchen geöffnet.

Kleine Überraschung aus dem Bezirk

„24 Gemeinden von A wie Aichkirchen bis W wie Weißkirchen prägen unseren Bezirk. In alphabetischer Reihenfolge wird täglich eine Gemeinde mit einer Besonderheit präsentiert. Wie es sich für einen Adventkalender gehört, gibt es natürlich eine Überraschung!“, macht Bezirksgeschäftsführerin Monika Neudorfer neugierig.

Klaus Lindinger und Monika Neudorfer freuen sich gemeinsam mit den 24 Wels-Land-Gemeinden auf den ersten virtuellen Adventkalender des Bezirks. Regionale Schmankerl – wie vom „Marktplatzl Lambach“ (siehe Foto) – werden verlost.
Ein klares Bekenntnis für den Einkauf vor Ort!

Unter allen Likes des Beitrags wird täglich ein regionaler Schmankerlkorb oder ein Wertgutschein der örtlichen Gastronomie der Gemeinde verlost.

„Damit unterstreichen wir einmal mehr, wie wichtig es ist, auf die Herkunft und Regionalität zu achten! Gerade jetzt, wo die Geschäfte wegen des Lockdowns geschlossen haben müssen und online die sogenannten ‚Black Week-Angebote‘ angepriesen werden, ist der bewusste Einkauf ein wichtiges Zeichen. Wir haben es in der Hand, wo die Wertschöpfung generiert wird und ob in unseren Ortszentren auch zukünftig noch Leben herrscht!“, so Bezirksparteiobmann Klaus Lindinger.

Klaus Lindinger

Alle sind eingeladen, täglich auf https://www.facebook.com/oevpwelsland ein Türchen zu öffnen. Wer den Beitrag mit „Gefällt mir“ markiert, nimmt automatisch an der Verlosung teil. Die Gewinner werden telefonisch oder per PN verständigt.

An den ersten sechs Tagen erfolgt wegen des Lockdown keine Übergabe des regionalen Schmankerlkorbs oder Wertgutscheins. 

„Selbstverständlich holen wir das dann mit gebotenem Abstand im Advent nach!“, betonten Klaus Lindinger und Monika Neudorfer. „Wir freuen uns, wenn viele die Besonderheiten von Wels-Land virtuell besuchen und mit regionalen Einkäufen ein klares Zeichen für unseren Bezirk setzen!”

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Facebook steht in keinerlei Verbindung mit diesem Gewinnspiel. Zu den Teilnahmebedingungen im Detail: https://is.gd/M8Djqz

Servus, Agrarpolitk!

Budgetdebatte im Parlament mit unnötigem Klassenkampf

Beim Podcast “Servus, Agrarpolitik!” war das höhere Agrarbudget 2021 Thema. Ein gewisse Neiddebatte – ein regelrechter Klassenkampf – ist seitens der Opposition dazu im Plenum geführt worden.

Für mich ist klar: In der Krise hat jede Bevölkerungs- und Berufsgruppe Unterstützung erfahren! Auch die Bäuerinnen und Bauern sind in vielen Bereichen massiv von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen. Dass es auch für die Landwirtschaft ein Entlastungs- und Invesitionspaket geben muss, ist nur logisch!

Klaus Lindinger, Abgeordneter zum Nationalrat und Jungbauernvertreter

Wer mehr zur Budgetdiskussion erfahren möchte, hört in den Podcast “Servus, Agrarpolitik!” #22 rein!

Unsere Bauern müssen ihre Höfe bewirtschaften können

Oberösterreichische Bauernbund-Abgeordnete begrüßen großes Plus im Agrarbudget

Am 18. November in den Abendstunden fand im Plenum des Nationalrates die Debatte zum Agrarbudget statt. Die oberösterreichischen Bauernbund-Abgeordneten Klaus Lindinger und Manfred Hofinger haben sich dazu zu Wort gemeldet.

Für den ÖVP-Abgeordneten Klaus Lindinger steht das Agrarbudget 2021 im Zeichen eines großen Plus, im Zeichen der Nachhaltigkeit und im Zeichen einer ökosozialen Agrarpolitik. Für Nationalrat Manfred Hofinger ist es das Ziel, die kleinstrukturierten bäuerlichen Familienbetriebe und die Selbstversorgung mit gesunden Lebensmittel im Land sicher zu stellen. Beide nahmen gestern Abend dazu im Plenum des Nationalrates Stellung.

Zusammenhalt statt Bauernbashing

Klaus Lindinger hält fest, dass die Bäuerinnen und Bauern versorgungsrelevante Stützen sind.

„Damit unsere Bäuerinnen und Bauern auch in Zukunft ihre Höfe bewirtschaften können, war es notwendig in der Krise ein Entlastungspaket zu schmieden, das auch rückwirkend gilt“, kritisierte Lindinger in seiner Budgetrede erneut das Bauernbashing der SPÖ. „Das ist Klassenkampf auf tiefsten Niveau und am Rücken der Bauern! Unsere Bauern leisten viel, um die Qualität der Lebensmittel auch in Krisenzeiten zu garantieren und sind jedenfalls bereit, sich auf die Marktbedingungen einzustellen“, erinnert Lindinger zudem an den Zusammenhalt in der Bauernschaft, als es etwa darum ging die Zuckerproduktion in Österreich zu retten. Generell sieht Lindinger das Zusammenwirken zwischen Landwirtschaft und Konsumenten ähnlich einer Waage.

„Auf der einen Seite liegen die Produkte der Bäuerinnen und Bauern und auf der anderen der Einkauf der Konsumentinnen und Konsumenten. Beides muss im Gleichgewicht sein“, so Lindinger.

Klaus Lindinger, Abgeordneter

Turbo im ländlichen Raum schaffen

Im Vergleich zum Vorjahr werden im kommenden um 41 Millionen Euro mehr in den Breitbandausbau investiert. „Das ist auch für das Innviertel wesentlich“, weist Hofinger auf den wichtigen Beitrag zur Digitalisierung in den ländlichen Regionen hin. Auch die Bundesländer würden dies zusätzlich unterstützen. „Das schafft einen notwendigen Turbo im ländlichen Raum“, so Hofinger.

Als Gemeindesprecher der Volkspartei ging Hofinger in seiner Plenarrede auch auf die Situation in den Gemeinden ein. „Man muss den Gemeinden auch Zeit geben, die Mittel aus dem Ein-Milliarden-Gemeindepaket abzuholen“, sieht Hofinger jedoch aufgrund des zweiten Lockdown die Notwendigkeit neuerlicher Hilfen, um die ordentlichen Haushalte der Gemeinden absichern zu können. „Wir werden die Gemeinden da nicht im Stich lassen. Denn sie haben in der Krise sehr viel geleistet. Sie haben auch aufgrund unseres föderalen Systems rasch auf die Bedürfnisse der Bevölkerung reagieren können.“