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Transparenz zählt mehr denn je!

ÖVP-Abgeordneter für rasche Umsetzung der Herkunftskennzeichnung

Transparenz, wie sie täglich etwa im Betrieb, in der Familie oder in einer Beziehung gelebt wird, gibt es auch bei Nahrungsmitteln im Supermarktregal. „Transparenz zählt mehr denn je, denn nur diese ermöglicht ein Handeln“, fordert ÖVP-Abgeordneter Klaus Lindinger in seiner Plenarrede am 24. Februar eine sofortige Umsetzung der Herkunftskennzeichnung in der Gemeinschaftsverpflegung und bei verarbeiteten Produkten wie im Regierungsprogramm vereinbart.

Entscheidungsfreiheit für Konsumenten auch bei Großküchen und Kantinen

Im Supermarkt können die Menschen aufgrund einer genauen Herkunftskennzeichnung entscheiden, ob sie ein Produkt kaufen oder wieder zurück ins Regal legen.

Zwei Millionen Portionen werden täglich außer Haus gegessen

„Es gibt eine einzige Ausnahme und diese gibt es zwei Millionen mal am Tag, nämlich in den Groß-küchen, in den Kantinen, in den Spitälern oder in den Kindergärten: hier fehlt die Transparenz. Hier können die Menschen nicht entscheiden, denn sie wissen nicht, woher die Produkte am Teller kommen“, fordert Lindinger von Bundesminister Rudolf Anschober die Umsetzung der Herkunftskennzeichnung auch in diesem Bereich.

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„Setzen wir diese um, aber nicht in einer abgespeckten Form sondern wie vereinbart! Damit schaffen wir Vertrauen in die hohe Qualität der Produkte und sichern unsere bäuerlichen Familienbetriebe“, so Lindinger.

Klaus Lindinger

Mehr Flexibilität bei Covid-Investitionsprämie erreicht

Finanzausschuss beschließt Fristverlängerungen

Die Covid-Investitionsprämie ist ein Erfolgsmodell, wenn es darum geht, Arbeits- und Wirtschaftskraft am Land zu erhalten und zu stärken. Am 22. Februar beschlossen die Abgeordneten im Finanzausschuss wichtige Fristenverlängerungen, die den Antragsstellern mehr Flexibilität und praxistaugliche Kombinationsmöglichkeiten bieten.

„Wer neue Investitionen am Hof plant, muss aber schnell sein“, appelliert Abg.z.NR Klaus Lindinger an die Bäuerinnen und Bauern am besten noch heute einen diesbezüglichen Antrag beim Austria Wirtschaftsservice aws zu stellen.

Klaus Lindinger

Die ersten Maßnahmen, wie Bestellungen, Lieferungen, Baubeginn oder Anzahlungen – können demnach noch bis 31. Mai 2021 gesetzt werden. Für Abg.z.NR Franz Eßl ist diese Fristenverlängerung besonders wichtig, „weil zwar schon vorher eine Kombination mit anderen Förderungen rechtlich möglich war, diese sich jedoch mit den Antragsmodalitäten bei der Ländlichen Entwicklung oft spießten.“

Abg.z.NR Klaus Lindinger hat gemeinsa mit seinem Kollegen Franz Eßl im Finanzausschuss die Fristverlängerung vorangetrieben. (Foto: privat)

Fristverlängerung bei Antrag wie auch Durchführungszeitraum erreicht

Mit der Fristverlängerung für die ersten Maßnahmen nach Antragstellung um drei Monate ist im landwirtschaftlichen Bereich nun eine Kombination tatsächlich möglich. Das betrifft etwa beabsichtigte Baumaßnahmen, die sowohl in der Ländlichen Entwicklung als auch mit der Covid-Investitionsprämie gefördert werden. Weiters wurde auch der Investitionsdurchführungszeitraum um ein Jahr bis 28. 2. 2023 und die Abrechnungsfrist von drei auf sechs Monate verlängert. „Damit erreichen wir insgesamt mehr Flexibilität und gehen auch auf die Bedürfnisse der regionalen Anbieter von Leistungen ein“, so Eßl.

Was unterstützt die Investitionsprämie?

Neuinvestitionen am bäuerlichen Betrieb werden ab einer Höhe von 5.000 Euro mit sieben Prozent an steuerfreien und nicht rückzahlbaren Zuschüssen gefördert, wenn es etwa um Wirtschaftsgebäude, um Maschinen oder technische Anlagen aber auch um den Kauf von Zuchttieren geht. Für besonders ökologisch verträgliche Investitionen verdoppelt sich die Investitionsprämie auf 14 Prozent. Damit können etwa Photovoltaikanlagen oder Biomasse-Anlagen gefördert werden.

„Dieses Geld kommt direkt bei den Betrieben an und ist eine wichtige Zukunftsinvestition in die heimische Wirtschaft weit über die Bauernschaft hinaus“, so Lindinger.

Klaus Lindinger

Beide Abgeordneten betonten, dass mit den heutigen Beschlüssen im Finanzausschuss auf jeden Fall davon ausgegangen werden kann, dass alle Anträge auch entsprechend bedient werden können. Sollten budgetäre Mittel fehlen, werden sich Eßl und Lindinger einsetzen, dass diese aufgestockt werden.

Enorme Unterstützung für Gemeinden durch Hilfspakete des Bundes

Klare Ziele: Arbeitsplätze sichern, Lebensqualität erhöhen und Leistungen der Gemeinden aufrechterhalten

Bereits das Kommunalinvestitionsgesetz 2020 (KIG) und die begleitenden Maßnahmen des Landes Oberösterreich brachten 10,4 Millionen Euro zusätzliches Geld für die 24 Wels-Land-Gemeinden. Zum Jahresende 2020 beschloss der Nationalrat ein neuerliches Gemeindepaket. Von den fixierten 1,5 Milliarden Euro für ganz Österreich entfallen auf den Bezirk Wels-Land weitere 10,3 Millionen Euro.

Liquidität der Gemeinden sichern

„Durch das sogenannte ‚Gemeindepaket II‘ ist die Liquidität der Gemeinden gesichert worden. Während das ‚Gemeindepaket I‘ zweckgebunden auf Projektförderung abzielte und damit Auftragsvergaben an die regionale Wirtschaft generierte, kommen die Mittel des zweiten Gemeindepakets dem laufenden Haushalt zugute. Die vielen Leistungen, die Gemeinden erbringen, sind daher gesichert“, betont Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger. „Diese direkte Hilfe ist also ‚frisches Geld‘ von jeweils plus elf Prozent pro Kommune gegenüber 2020!“

Somit erhalten die Gemeinden vom Steueraufkommen durch den Finanzausgleich auch zukünftig die budgetierte Summe. Allerdings reduziert sich der zu erwartende Ertragsanteile-Anstieg dann ab 2023.

Mittel sind vielfach bereits ausbezahlt

Die Gelder des „Gemeindepaketes I“ für konkrete Projekte sind in vielen Fällen bereits überwiesen. Das hängt davon ab, ob die Gemeinden bereits die Anträge zu den Projekten gestellt haben. Durch diese Mittel werden etwa in der Gemeinde Pennewang ein Aus- und Zubau der Volksschule sowie eine neue Quellfassung zur gesicherten Wasserversorgung möglich. „Diese rund 850.000 Euro, die Pennewang investiert, sichern Aufträge an Firmen in der Region und damit Arbeitsplätze. Gleichzeitig wird die Lebensqualität der Pennewangerinnen und Pennewanger erhöht!“, zeigt Abgeordnete Lindinger an einem konkreten Beispiel aus Wels-Land auf, wie die Hilfspakete wirken. „Ähnliche Projekte gibt es aus jeder der 24 Gemeinden unseres Bezirks. Schlussendlich kommt alles Geld bei den Menschen an!“, sagt der Bezirksparteiobmann, der seit kurzem selber Bürgermeister in Fischlham ist und daher genau weiß, wie wichtig diese Hilfsmittel des Bundes sind.

Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger ist überzeugt, dass die Gemeindepakete I und II des Bundes wichtige „Türöffner“ für Projekte und Investitionen sind. „Finanzschwächeren Gemeinden wird besonders unter die Arme gegriffen. Das ist ein klares Signal an die kommunalpolitischen Verantwortungsträger!“, sagt Klaus Lindinger.

Die Verhandlungen des Österreichischen Gemeindebundes mit dem Finanzminister sind auf Augenhöhe geführt worden. „Nicht umsonst bedankte sich Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl bei der Bundesregierung für dieses klare Bekenntnis zu den österreichischen Gemeinden!“, so Lindinger abschließend.

Sechs Teststraßen in Wels-Land

Fünf Apotheken bieten zusätzliche Testmöglichkeit

Die Nachfrage nach Tests ist groß. Gemeinsam mit den Gemeinden und Städten sowie medizinischen Dienstleistern bietet das Land Oberösterreich ein breites Angebot, das ständig erweitert wird. Auch im Bezirk Wels-Land gibt es seit 15. Februar wieder neue Standorte.

Dankeschön am Valentinstag

Die bereits längerem bestehenden Standorte – VZ Buchkirchen und VZ Gunskirchen – besuchte Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger gemeinsam mit den Bürgermeistern anlässlich des Valentinstages mit einem Blumengruß und Krapfen. Ein kleines Dankeschön für den Einsatz!

Um Infektionsketten zu unterbrechen bzw. zu vermeiden, hilft die breit angelegte Teststrategie und die zahlreichen kostenlosen Testmöglichkeiten des Landes Oberösterreich. So ist es sehr erfreulich, dass ab Montag, 15. Februar zu den bisher bekannten Standorten (Anm.: VZ Buchkirchen, VZ Gunskirchen) noch das „FullHaus“ (Goethestraße 7) in Marchtrenk dazukommt. Die beiden Teststraßen sind von Montag bis Freitag geöffnet. Montags sind Tests bereits ab 6:30 Uhr möglich!

Für Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger sind regelmäßige Tests selbstverständlich. „Ich möchte einerseits mit gutem Beispiel vorangehen und andererseits natürlich mein Umfeld gut schützen!“ so Klaus Lindinger.

„In Summe gibt es somit sechs Teststraßen des Landes Oberösterreich an drei Standorten in Wels-Land. Das ebenfalls kostenlose Testangebot in fünf Apotheken des Bezirks ist gerade für weniger mobile Menschen äußerst wichtig!“, sagt Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger. „Regelmäßig wird evaluiert, ob bzw. wo es noch Bedarf gibt!“

Klaus Lindinger

Für einige Berufsgruppen und Dienstleistungen wird regelmäßig ein negatives COVID-19-Testergebnis benötigt. Folgende Standorte stehen in Wels-Land zur Verfügung (Anmeldung über www.österreich-testet.at oder 0800 220 330):

Testlinien in Wels-Land

  • Veranstaltungszentrum Buchkirchen (Hundshamerstraße 7, 4611 Buchkirchen) von Mo bis So von 8:00 bis 12:30 und von 13:00 bis 17:00 Uhr.
  • Veranstaltungszentrum Gunskirchen (Raiffeisenplatz 1, 4623 Gunskirchen) von Mo bis Fr von 8:00 bis 17:30 Uhr)
  • FullHaus Marchtrenk (Goethstraße 7, 4614 Marchtrenk) am Montag von 6:30 bis 12:30 und von 13:30 bis 17:00 Uhr, Dientag 8:00 bis 12:00 Uhr, Mittwoch von 14:00 bis 19:00 Uhr und Donnerstag sowie Freitag von 8:00 bis 12:30 und 13:30 bis 17:00 Uhr. (Anmeldungen auch telefonisch 07243/552-433 möglich)
  • In der Messehalle 20 sowie im Klinikum Wels-Grieskirchen sind weitere Testlinien in der Region.

Durch diesen Ausbauschritt können an den Standorten des Landes Oberösterreich täglich bis zu 35.000 Tests und somit 245.000 Tests pro Woche angeboten werden.

Apotheken mit kostenlosem Testangebot

Weiters sind in über 90 Apotheken kostenlose Corona-Schnelltests möglich. Damit sind sie ein wichtiger regionaler Partner. Nähere Informationen, in welchen Apotheken man sich kostenlos testen lassen kann, findet man auf https://www.apothekerkammer.at/gratis-schnelltests.

In Wels-Land sind das (Stand 12.2.2021/13:30 Uhr):

  • Sonnen-Apotheke, Welser Straße 64, 623Gunskirchen, Tel. 07246/87 00
  • Apotheke Lambach, Marktplatz 4, 4650 Lambach, Tel. 07245/323 27
  • Folaris Apotheke, Goethestraße 12, 4614 Marchtrenk, Tel. 07243/523 51
  • Vital Apotheke, Maximilian Pagl Straße 22, 4651 Stadl-Paura, Tel. 07245/ 202 60 (Teststandort ist im Volksheim Stadl-Paura, Halmetweg 1, unweit der Apotheke)
  • Apotheke Weißkirchen KG, Untere Dorfstraße 7, 4616 Weißkirchen an der Traun, Tel. 07243/35 67 97

Bei den Apotheken muss unbedingt telefonisch ein Termin vereinbart werden. Bitte E-Card und einen Lichtbildausweis verlässlich zum Test mitnehmen!

Zudem bieten auch 240 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte Antigen-Tests an. Diese sind allerdings kostenpflichtig.

Mit dem Einkommen auch auskommen!

Diskussion des Grünen Berichts 2020 im Landwirtschaftsausschuss

Im Grünen Bericht 2020, der im Landwirtschaftsausschuss diskutiert wurde, stellt sich die Einkommensentwicklung bei den Bäuerinnen und Bauern im Jahr 2019 einigermaßen stabil dar. Die hohen Einkommensverluste aus den Jahren 2016 und 2017 konnten jedoch nicht wettgemacht werden. Stabile Einkommen bedeuten für Klaus Lindinger aber noch lange keine Entwarnung.

„Die Produktions- und Absatzmöglichkeiten unserer Landwirte im vergangenen Jahr waren aufgrund von Corona und den Lockdowns schwierig bis dramatisch“, warnt Lindinger daher davor, sich von den Zahlen und Entwicklungen des Jahres 2019 beeindrucken zu lassen.

“Was wir dringend brauchen, ist Planbarkeit und Stabilität der Rahmenbedingungen vor allem in der Gemeinsamen Agrarpolitik. Denn mehr als die Hälfte der finanziellen Mittel, die in Österreich für eine funktionierende Landwirtschaft sorgen, kommen von der EU!”

Klaus Lindinger

Zahlreiche Pakete zur Abfederung der Absatzrückgänge

Die Bundesregierung und insbesondere Landwirtschaftsministerin Köstinger hat im Corona-Jahr 2020 zahlreiche Pakete zur Unterstützung der durch Absatzrückgänge gebeutelten bäuerlichen Betriebe im Land geschnürt. „Das war gut und wichtig, dennoch geht es nun auch darum, für die kommenden Jahre den Bäuerinnen und Bauern Perspektiven und Planbarkeit zu bieten. Dafür braucht es Maßnahmen in der neuen GAP-Periode von 2023 bis 2027, die in der Praxis umsetzbar sind und ein Einkommen zum Auskommen ermöglichen“, erinnert Lindinger an das umfassende Forderungspapier der Österreichischen Jungbauern an die GAP-Verhandlungspartner.

Klaus Lindinger macht bei der Diskussion des Grünen Berichts im Landwirtschaftsausschuss die Positionen der Jungbauernschaft deutlich. (Foto: Bauernbund)

Keine Schlechterstellung bei Existenzgründung

Knapp ein Viertel der heimischen Höfe werden von Jungbauern bewirtschaftet. „Wir Junglandwirte wollen unsere Betriebe weiterführen, nicht nur um zu überleben, sondern auch um die Menschen mit lebensnotwendigen bäuerlichen Produkten zu versorgen. Wir sehen das nicht nur als Beruf sondern auch als zukunftsweisende Berufung im Sinne von Nachhaltigkeit und Lebensqualität“, betont Lindinger.

Nationaler GAP-Strategieplan mit Jungbauern-Positionen

In einem umfangreichen Diskussionsprozess wird nun ein nationaler GAP-Strategieplan erarbeitet, der auch die Positionen der Jungbauern berücksichtigen soll. Ein besonderes Anliegen ist Lindinger die Unterstützung der Jungbäuerinnen und Jungbauern bei der Hofübernahme. Die Existenzgründungsbeihilfe stellt in diesem Zusammenhang einen besonderen Faktor dar.

„Es darf auf keinen Fall zu Kürzungen bzw. zu einer Schlechterstellung von Junglandwirten kommen“, fordert Lindinger die Beibehaltung der Top up für die Direktzahlung  in ihrer bisherigen Höhe. „Das muss auch so in die nationale GAP-Strategie einfließen“, verweist der ÖVP-Abgeordnete an entsprechende Vereinbarungen im Regierungsprogramm.

Klaus Lindinger

Landwirtschaftskammerwahl bestätigt Bauernbund in der Region

Am 24. Jänner 2021 fand in Oberösterreich die Landwirtschaftskammer-wahl statt. „Unter schwierigen Bedingungen ist der Bauernbund bestätigt worden!“, sagt Bauernbund-Bezirksobmann Leopold Keferböck. „In der Region Wels kann der Bauerbund 153 von insgesamt 181 Mandaten für sich verbuchen. Das ist ein Zugewinn von drei Mandaten!“, freut sich der Bezirksobmann über diesen klaren Auftrag Verantwortung zu übernehmen.

Das Ergebnis bringt auch zwei neue Kammerräte aus der Region Wels, die zukünftig in der Vollversammlung der Landwirtschaftskammer die Interessen ihrer Standeskollegen vertreten.
Mag. Franz Waldenberger (Pennewang, Biobetrieb mit Direktvermarktung) und Markus Brandmayr (Eberstalzell, Schweinezuchtbetrieb und Ackerbau) ziehen neu in das sogenannte „Bauernparlament“ ein.

Zwei neue Kammerräte aus Wels-Land

„Ich habe immer deutlich gemacht: Nur wer in den maßgeblichen Gremien mit dabei ist, kann mitgestalten. Es ist mir eine Ehre, dass ich für die Biobäuerinnen und Biobauern eine starke Stimme in der Landwirtschaftskammer sein kann. Das gute Bauernbund-Ergebnis – gerade in meiner Heimatgemeinde und auch in der Region Wels – bestätigt mich in meiner Kandidatur und freut mich sehr!“, betont Franz Waldenberger (51).

„Die Themen und Positionen der Schweinebauern kann ich nun in der Landwirtschaftskammer einbringen. Das ist mir wichtig und ein großes Anliegen!“, erklärt Markus Brandmayr (40), der als ehemaliger Jungbauern-Landesobmann auf einige Expertise in der bäuerlichen Interessensvertretung verweisen kann.

BB-Bezirksobmann Leopold Keferböck (v.li.), Bezirksbäuerin Margit Ziegelbäck, LWK-Präsidentin Michaela Langer-Weninger, Pauline Mittermayr, Markus Brandmayr und Franz Waldenberger sehen das Wahlergebnis als Motivation und Auftrag zugleich.

Das Ergebnis in den einzelnen Gemeinden entscheidet auch über die Zusammensetzung der Ortsbauernausschüsse. „Das Wahlergebnis im Land und auch bei uns in der Region Wels hat den Bauernbund als ‚das Sprachrohr‘ für die Landwirtschaft und Grundeigentümer eindeutig gefestigt. Mit einer motivierten Teamleistung ist es gelungen, deutlich zu machen, wer für die Interessen der Bäuerinnen und Bauern bis zur europäischen Ebene eintritt!“, zeigt Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Klaus Lindinger auf.

„Mein Dank gilt allen Kandidatinnen und Kandidaten sowie Funktionärinnen und Funktionäre der Region Wels, die sich für den Bauernbund engagieren!“, sagt Lindinger.

Ergebnis in Mandate der Region Wels:

Gesamt (alle 25 Ortsbauernräte)OÖBBUBVFBSPÖGrüne
18115316903

Ergebnis in Prozent der Region Wels:

OÖBBUBVFBSPÖGrüne
70,0213,189,721,275,81  
Veränderung in Prozent gegenüber LWK-Wahl 20150,103,83-4,13-1,471,67

Wir brauchen Optimismus und keine neuen Steuern!

Dringliche” im Nationalrat für Appell an Landwirte

Die Regierung tut alles, um die Folgen der Krise abzufedern und unterstützt Betriebe wie Bevölkerung mit gezielten Programmen, um letztendlich stärker wieder aus dieser Krise herauszukommen. Umso unverständlicher ist es für Abgeordneten Klaus Lindinger im Rahmen seiner Plenarrede zum Dringlichen Antrag der Neos, dass die Neos auf die Idee kommen, Steuererhöhungen einzufordern.

„Wie wird die Wirtschaft darauf reagieren? Wir brauchen Optimismus und keine neue Steuern! Wir wollen Betriebe nicht dafür strafen, weil sie Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken müssen. Mit uns wird es keine höheren Steuern geben“, so Lindinger.

Klaus Lindinger

Im Bereich Gastronomie und Tourismus, der besonders hart von der Krise betroffen ist, wurden rasch und unbürokratisch Hilfspakete geschnürt, die auch bei den Betroffenen ankommen. Neben dem Härtefallfonds sind das auch Umsatzersatz und Überbrückungshilfen und vieles mehr. „Diese Pakete greifen. Die Menschen kommen schnell zu ihrem Geld. Wer das nicht glaubt, sollte sich mit Verantwortlichen in Italien, der Schweiz oder Deutschland unterhalten. Die beneiden uns um diese Maßnahmen“, sieht Lindinger darin auch ein wichtiges Zeichen für die Wertschätzung der Betriebe und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Land.

“Wir denken nicht in Monaten oder Jahren sondern in Generationen“, so Klaus Lindinger. Er ist besonders stolz, dass bei der Bauernbund-Liste für die Landwirtschaftskammerwahl in OÖ unter den ersten 40 Kandidaten 11 Jungbäuerinnen und Jungbauern zu finden sind.

Es braucht Nachschärfungen im bäuerlichen Bereich

Aber auch die Land- und Forstwirtschaft ist von der Krise hart getroffen. „Landwirtschaft ist Wirtschaften am Land. Unsere familiengeführten Höfe leben nicht von Idylle, Luft und Liebe sondern sind selbstständige Betriebe, die auch an dieser Krise zu kämpfen haben“, erinnert Lindinger an die zahlreichen Entlastungspakete für die Landwirtschaft im Steuer- und Sozialversicherungsbereich, die bereits vorzeitig umgesetzt wurden. Aber er erinnert auch an die Investitionsprämie, bei der allein im landwirtschaftlichen Bereich bereits 12.000 Anträge mit einem Volumen von rund 230 Mio. Euro genehmigt wurden.

Dennoch braucht es für Lindinger noch dringend Nachschärfungen vor allem bei pauschalierten Betrieben, die direkt oder indirekt an Gastronomie oder Tourismus liefern. Bei Direktzulieferern ist zum Teil bis zu 100 Prozent der Absatz weggebrochen. Weiters braucht es Unterstützung für die indirekt  Betroffenen, vor allem Veredelungsbetriebe, die an den Großhandel oder die Verarbeitungsindustrie liefern.

„Hier liegt der Schaden bereits bei über 70 Millionen Euro. Diese Branchen brauchen dringend Unterstützung“, so Lindinger.

Klaus Lindinger

„Der Bauernbund ist der Garant für die Interessen der Bäuerinnen und Bauern und der Grundeigentümer in diesem Land“, nutzte Lindinger seine Rede im Nationalrat, um Werbung zur Teilnahme an der Landwirtschaftskammerwahl in Oberösterreich zu machen. „Wir denken nicht in Monaten oder Jahren sondern in Generationen“, ergänzt Lindinger, dass bei der Bauernbund-Liste für die Wahl am Sonntag unter den ersten 40 Kandidaten 11 Jungbäuerinnen und Jungbauern zu finden sind. 

Gemeinsam für starke Gemeinden!

Zuschüsse im zweiten Gemeindepaket für Oberösterreich betragen 236,3 Millionen Euro

Das zweite Gemeindepaket, das am 18. Jänner im Budgetausschuss beraten wurde, bringt den Gemeinden in Österreich nicht nur zusätzlich 1,5 Milliarden Euro mehr an finanziellen Mitteln. Es sorgt vor allem für mehr  Stabilität in den Haushalten, um auch weiterhin die für die regionale Versorgung der Bevölkerung so notwendigen Aufgaben erfüllen zu können. Für Oberösterreich bedeutet das Zuschüsse in der Höhe von 236,3 Millionen Euro.

„Mit diesem Geld wird es möglich sein, dass auch besonders stark von Einbußen bei Ertrags- und Kommunalsteuern  betroffene Gemeinden ausreichend Mittel zur Verfügung haben, um in den kommenden Jahren wertvolle Investitionen zum Wohle der Gemeindebürger umsetzen zu können“, sind sich ÖVP-Gemeindesprecher Abg. Bgm. Manfred Hofinger und Abg. Klaus Lindinger gemeinsam mit Finanzminister Gernot Blümel einig.

Klaus Lindinger und Manfred Hofinger

Bedauerlich ist für die beiden oberösterreichischen Abgeordneten, dass SPÖ und FPÖ dem Paket im Ausschuss heute nicht zugestimmt haben.

Finanzminister Gernot Blümel weiß um die große Bedeutung der Gemeinden, die die Abgeordneten Klaus Lindinger (li.) und Manfred Hofinger (re.) stark vertreten. Im Budgetausschuss haben sie das zweite Gemeindepaket beraten und unterstützt. (Foto: privat)

„Als Volkspartei ist es uns ein besonderes Anliegen, den Gemeinden den Rücken zu stärken, denn sie sind es, die den Menschen Heimat, Sicherheit und beste Infrastruktur am Land bieten“, erinnert Hofinger an die vielfältigen und zusätzlichen Aufgaben der Gemeinden auch rund um die Corona-Krise.

„Ohne Gemeinden keine zielgerichtete Pandemiebekämpfung, ohne starke Gemeinden kein florierender ländlicher Raum“, ist auch Klaus Lindinger überzeugt, der sich im Februar der Bürgermeisterwahl in seiner Gemeinde Fischlham stellt.

Gemeindepaket mit drei wesentlichen Maßnahmen

Umso wichtiger ist es, die Gemeinden in ihrer Liquidität und Investitionskraft zu stärken. Im Budgetausschuss wurden daher heute im Rahmen des zweiten Gemeindepaketes drei wesentliche Maßnahmen beschlossen:

  • Aufstockung der Ertragsanteile der Gemeinden um 400 Mio. Euro bei der Zwischenabrechnung im März 2021.
  • Sonder-Vorschüsse auf die Ertragsanteile der Gemeinden im Jahr 2021 in der Höhe von 1 Mrd. Euro. Die Rückzahlung beginnt frühestens im Jahr 2023.
  • Aufstockung des Strukturfonds im Jahr 2021 um 100 Mio. Euro, um finanzschwache Gemeinden besonders zu unterstützen.

SPÖ dagegen, obwohl sie dafür ist?

„Leider war es den Sozialdemokraten – wohl aus parteitaktischen Gründen – nicht möglich dem für die Gemeinden so wichtigen Paket, heute zuzustimmen. Aber die Finanzmittel sind ja für alle da; ebenso für Gemeinden mit SPÖ- oder FPÖ-Bürgermeistern“, hofft Hofinger noch auf ein Umdenken von SPÖ und FPÖ bis zum Plenarbeschluss am Mittwoch.

Denn eines ist auch klar: Der Einbruch bei den Erträgen bei den gemeinschaftlichen Bundesabgaben aufgrund der COVID-19-Krise trifft alle Gebietskörperschaften entsprechend ihrer Beteiligung. Das entspricht ungefähr einem Anteil von zwei Drittel Bund und ein Drittel Länder und Gemeinden bei den Mindereinnahmen.

Sorgsamer Umgang mit dem gemeinsamen Steuertopf

„Aber alles kommt aus einem gemeinsamen Steuertopf. Entscheidend ist es daher, sorgsam und nachhaltig damit umzugehen und die finanziellen Mittel so einzusetzen, dass sie zusätzliche Investitionen auslösen und Arbeitsplätze erhalten“, bekräftigt Klaus Lindinger.

Klaus Lindinger

Er erwartet neugierig die Argumentationen der Sozialdemokraten in der Plenarsitzung bzw. auch jene der SPÖ-Bürgermeister. Immerhin hat der sozialdemokratisch dominierte Städtebund das Gemeindepaket im Vorfeld des parlamentarischen Prozesses bereits positiv beurteilt.

Impfstart auch in Wels-Land

Alten- und Pflegeheime im Bezirk sind gut versorgt

In den Alten- und Pflegeheimen des Bezirks Wels-Land wird die Corona-Schutzimpfung ab sofort angeboten. Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Personal leisten damit einen wichtigen Schritt zu mehr Normalität. Sie schützen ihre Gesundheit und im Grunde auch die ihrer Mitmenschen.

Doris Parzer (2.v.re., Leitung) und Petra Kornfelder (2.v.li. Sekretariat) informieren die Abgeordneten Klaus Lindinger (re.) und Ralph Schallmeiner (li.) sowie Bürgermeistersprecher Andreas Stockinger (Mitte) über den Ablauf der Impfung im Alten- und Pflegeheim Thalheim.

„Die Impfung ist ein Meilenstein bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Österreich hat sich gemeinsam mit den EU-Mitgliedstaaten bemüht, so viele Impfdosen wie möglich zu erhalten. Fakt ist: Jeder Impfstoff wird genutzt!“, so die beiden Abgeordneten zum Nationalrat Klaus Lindinger und Ralph Schallmeiner. „Bei einem Gespräch mit der Leitung des Alten- und Pflegeheimes Thalheim haben wir uns über die genauen Abläufe in der Praxis informiert!“ Bei dieser Gelegenheit hatten Klaus Lindinger, Ralph Schallmeiner und Bürgermeistersprecher Andreas Stockinger einen frischen Obstkorb für das Personal mit dabei. „Vitamine kann man immer brauchen. Gerade in der Pflege sind die Menschen in den letzten Monaten besonders gefordert. Wir danken für den engagierten Einsatz und die Geduld, die immer wieder nötig war und ist!“, betonen sie.

Wie im nationalen Impfplan festgelegt, können ab Dienstag, 19. Jänner Menschen über 80 Jahre, die zuhause leben und sich impfen lassen möchten, im Klinikum Wels-Grieskirchen den kostenlosen Service in Anspruch nehmen. Eine Anmeldung und ein fixer Termin ist notwendig. Das Land Oberösterreich bekommt entsprechend der Bevölkerungsanzahl ein Sechstel aller in Österreich verfügbaren Impfdosen. Bis Ende des Monats sollen 48.000 Oberösterreicherinnen und Oberösterreich geimpft sein.

Der Impfplan für Österreich:

  • Durch die gemeinsame Beschaffung der EU stehen in Österreich Impfdosen für jene Menschen zur Verfügung, die sich impfen lassen wollen.
  • Die zusätzliche Bestellung der EU von 300 Mio. Impfdosen von der Firma Biontech/Pfizer bedeutet für Österreich im zweiten Quartal bereits 1,5 Mio. Impfdosen zusätzlich. Insgesamt erhält Österreich 11,5 Millionen Impfdosen von Biontech/Pfizer.
  • Durch die Zulassung der Schutzimpfung von Moderna erhält Österreich bis zum Ende des ersten Quartals 200.000 Impfdosen der Firma. Im zweiten Quartal folgen weitere 690.000.
  • Durch den vorgezogenen Impfstart kommt die Impfung schneller zu den Personen, die von einer Corona-Erkrankung am meisten gefährdet sind.
  • Zu Beginn der Phase 2 folgen dann vor allem ältere Menschen, Personen mit Vorerkrankungen und in kritischer Infrastruktur.
  • Die allgemeine Bevölkerung folgt in Phase 3.

www.österreich-impft.at

Perspektiven schaffen – Stärke zeigen: für unsere Höfe – für unsere Heimat!

Der Bauernbund ist die einzige bäuerliche Interessensvertretung, die in den Entscheidungsgremien aller politischen Ebenen – egal ob Land, Bund oder Europäische Union – vertreten ist. Ohne Einbindung des Bauernbundes in die Regierungs- und Parlamentsarbeit – aber auch auf Gemeinde-, Landes- und Bezirksebene – wird die Landwirtschaft von nicht praktikablen Vorschriften überrollt und es droht eine Belastungslawine für unsere bäuerlichen Familienbetriebe. Der Bauernbund ist ein verlässlicher Partner für die heimische Landwirtschaft und die Besitzer von Grund und Boden.

Bei der Wahl am 24. Jännner wird nicht nur die Zusammensetzung in der Kammer gewählt. Es werden auch die bäuerlichen Vertreterinnen und Vertreter auf Ortsebene entschieden. 

Unsere Bezirkskandidaten:

Franz Waldenberger aus Pennewang: Ochsenmast, Biobetrieb mit Direktvermarktung von Erdäpfel, Eiern, Dinkelprodukte und Rindfleisch im „Bio-Drive-In“, Obmann Bio Austria OÖ, Bürgermeister.
Teresa Lachmair aus Steinhaus: Schweinezucht, Ackerbau, Forst und Hobbyimkerei, Direktvermarktung von „Hegartners Bienenhonig“ und dessen Nebenbprodukten wie Wachstücher, junge Mutter und sehr engagiert im Ort und in der Bezirkspartei.
Pauline Mittermayr aus Pennewang: Legehennenhaltung, Ackerbau, Direktvermarktung, Seminarbäuerin, junge Mutter und früher sehr engagiert in der Landjugend.
Markus Brandmayr aus Eberstallzell: Schweinehaltung mit  Ferkel-produktion, Ackerbau, Ortsbauernobmann und im Ort sehr engagiert.

Franz Waldenberger (v.li.), Teresa Lachmair, Pauline Mittermayr und Markus Brandmayr repräsentieren die bäuerliche Vielfalt des Bezirkes Wels-Land. Sie machen sich für die Interessen ihrer Standeskolleginnen und -kollegen ein.

Leopold Keferböck: Unsere Bauern sind Rückgrat der Versorgung in der Region

Unsere Bäuerinnen und Bauern mit ihrer aktiven Bewirtschaftung von Grund und Boden, mit flächengebundener Veredlungsproduktion und mit ihrer in Generationen denkenden Wirtschaftsweise sichern die Lebensmittelversorgung. Um diese auch in Zukunft aufrecht erhalten zu können, braucht es stabile und vor allem praktikable Produktionsbedingungen. Es braucht zudem einen Schulterschluss zwischen Produzenten, Handel und Konsumenten bei Akzeptanz und Preisgestaltung, um allen (auch dem Landwirt) ein wirtschaftliches Überleben zu ermöglichen. ‚Lockangebote‘ sind nur scheinbar billig. Langfristig zahlen alle drauf, weil dann der Bedarf mit importieren Fleisch gedeckt werden müsste, wo wir keine Gütesiegel und Kontrollmöglichkeiten haben.

BB-Obmann Leopold Keferböck steht für regionale und nachhaltige Landwirtschaft ein und fordert eine faire Entlohnung deren Produkte.

Margit Ziegelbäck: Lebensmittelkompetenz bei Kindern stärken

Der direkte Bezug zwischen Produzenten und Konsumenten ist vielfach verloren gegangen. Qualifizierte oberösterreichische Landwirte ermöglichen seit zwei Jahrzehnten Kindern und Jugendlichen im Rahmen von „Schule am Bauernhof“ die Landwirtschaft wieder hautnah zu erleben. Gerade die Zeiten des Lockdowns haben vielen Menschen verdeutlicht, dass wertvolle Kenntnisse und Kompetenzen der Lebensmittelauswahl, Lagerung und Zubereitung mittlerweile “auf der Strecke” geblieben sind. Ein großes Ziel der Bäuerinnen ist es, dass in Österreich alle SchülerInnen wissen, wo die Lebensmittel herkommen, wie sie verarbeitet werden können und dass der regionale Einkauf nicht nur unser Klima schützt, sondern auch Arbeitsplätze und Wertschöpfung im eigenen Land sichert. Dazu ist es notwendig, die Ernährungs- und Konsumbildung in allen Schulen im Lehrplan zu verankern.

Bezirksbäuerin Margit Ziegelbäck ist es ein Anliegen, Kindern die Wertschätzung gegenüber der Landwirtschaft und Lebensmittelbildung zu vermitteln (am Bild mit Sohn Samuel).

Franz Waldenberger: Regionale Bio-Lebensmittel liegen voll im Trend

Der Absatz von Bio-Lebensmitteln im Handel hat erstmals den Umsatzanteil von 10% überschritten. Österreich ist mit einem Bioanteil von 25% an der landwirtschaftlichen Fläche Bio-Vorreiter in Europa. Damit diese Vorreiterrolle weiter ausgebaut werden kann, braucht es einerseits einen steigenden Absatz für heimische Bio-Produkte und andererseits praxistaugliche Rahmenbedingungen. Ab 2022 tritt eine neue EU-Bioverordnung in Kraft. In den kommenden Monaten sind dazu viele rechtliche Details auszuformulieren. Parallel dazu wird an der Ausgestaltung des nächsten Agrarumweltprogrammes gearbeitet das ab 2023 wirksam wird. Hier geht es darum den systemischen Mehrwert der biologischen Wirtschaftsweise abzubilden und die besonderen Umweltleistungen der Biobäuerinnen und Biobauern abzugelten. Ich bin überzeugt, dass es in Österreich mit unserer kleinstrukturierten Landwirtschaft noch ein großes Potential für die biologische Landwirtschaft gibt.

Im Bio-Drive-In der Familie Waldenberger bekommt man kontaktlos Erdäpfel, Eier, Dinkelprodukte und Rindfleisch rund um die Uhr.

Teresa Lachmair: Landwirte sind Vorreiter in Sachen Digitalisierung

Begriffe wie „Smart Farming“ oder automatische Lenksysteme sind keine Zukunfts-musik sondern Tatsachen. Die Bäuerinnen und Bauern von heute nützen moderne Technologien, die die Landwirtschaft genauer, aber auch herausfordernder machen. Es ist wichtig, neben dem bodenständigen Handwerk ‚Landwirtschaft‘ für Modernes offen zu sein! Die Digitalisierung ist in der Landwirtschaft angekommen und wird zukünftig zu einer noch ressourcen- und somit umweltschonenderen Bewirtschaftung beitragen. Sie entlastet die Bäuerinnen und Bauern, fordert aber die ständige Weiterbildung in diesem Bereich. Immer mehr Landwirte nutzen zudem die digitalen Medien, um einen Einblick in ihre Arbeit am Feld oder im Stall zu geben und auf die Wichtigkeit unserer regionalen Lebensmittel aufmerksam zu machen.

Pauline Mittermayr: Verpflichtende Herkunftskennzeichnung ist unerlässlich

Lebensmittel sind Mittel für unser Leben. Pro Person essen wir jährlich im Durchschnitt ca. 1 Tonne Lebensmittel – ein gewichtiger Grund, darüber nachzudenken, wo und warum wir bestimmte Produkte einkaufen. Der Unterschied zwischen einem österreichischen und einem ausländischen Produkt muss daher klar erkennbar sein. Im Lebensmittelhandel funktioniert die Herkunftskennzeichnung, speziell im Frischebereich bereits ganz gut. Schwierig wird es bei den verarbeiteten Produkten wie Fertigbackwaren oder tiefgekühlten Produkten. Ziemlich undurchsichtig ist leider die Herkunftskennzeichnung in der Gemeinschaftsverpflegung und der Gastronomie. Eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung ist unerlässlich, um die hochwertigen Produkte unserer Bäuerinnen und Bauern zu erkennen und sich bewusst dafür oder auch dagegen zu entscheiden. Die Entscheidung, ob die Wertschöpfung im eignen Land bleiben soll und ob man dem Klima und sich selbst etwas Gutes tun möchte, sollte jedoch jeder für sich selbst treffen können!

Als junge Mutter und „Bäuerin mit Herzblut“ ist Pauline Mittermayr die klare Herkunftskennzeichnung ein besonders großes Anliegen. (Fotohinweis: Der Bauer hat’s – Leader Wels-Land)

Markus Brandmayr: Versorgungssicherheit braucht konventionelle Schweinehaltung

Die angespannte Situation am Schweinemarkt ist bekannt. Durch den Wegfall an Zuliefermöglichkeiten an die heimische Gastronomie und Hotelerie ist der Absatz im Inland um 40 Prozent zurückgegangen. Die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Deutschland hat auch den heimischen Markt und vor allem den Schweinepreis unter Druck gebracht. Dieser Herausforderung müssen wir uns stellen, in dem wir verstärkt auf den Kauf von österreichischen Produkten aber auch auf die Herkunftskennzeichnung setzen. Die konventionelle Schweinehaltung sichert in Österreich zu 100 Prozent die Eigenversorgung. Besonders wichtig dabei ist, dass wir – im Gegensatz zu vielen anderen Ländern – mit einer starken Kreislaufwirtschaft auf bodengebundene Schweinehaltung und nachhaltige Bewirtschaftung setzen. Daher ist es mir ein besonderes Anliegen, junge Menschen zu motivieren trotz aller Schwierigkeiten den elterlichen Betrieb weiterzuführen. Denn jedes Tief bringt wieder eine Erholung!

Markus Brandmayr hat einen Schweinzuchtbetrieb in Eberstalzell.

Klaus Lindinger: Perspektiven schaffen – Stärken zeigen!

Durch den Verhandlungserfolg von Bundeskanzler Sebastian Kurz und Bundesminister Elisabeth Köstinger zum Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) 2021-2027 und der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union konnte die nachhaltige Finanzierung für die österreichischen Bäuerinnen und Bauern sichergestellt werden. Ursprünglich lautete der Vorschlag der Europäischen Kommission (EK) minus 110 Millionen Euro pro Jahr. Tatsächlich ist ein Plus von
5 Millionen Euro pro Jahr für die heimische Landwirtschaft herausgekommen.

Klaus Lindinger hat einen Betrieb mit Obst- und Ackerbau sowie Forst.

Durch zahlreiche Beschlüsse auf Bundesebene sind Perspektiven für die bäuerlichen Betriebe geschaffen worden wie zum Beispiel Agrarversicherungssystem ausgebaut, Entlastungs- und Investitionspaket, welches sowohl für Jung- wie auch Altbauern der bäuerlichen Klein- und Mittelbetriebe Zukunft eröffnet.

An vielen kleinen Rädchen wird bezüglich des Bodenverbrauchs gedreht, um die weitgehende Selbstversorgung in Österreich sicherzustellen. Aktuell werden 13 Hektar pro Tag verbaut. Diese Zahl muss dramatisch reduziert werden. Das neue Raumordnungsgesetz ist ein Puzzleteil in die richtige Richtung!

Stärke zeigt sich in der individuellen Betriebsgestaltung, die durch das profunde Beratungsangebot der Landwirtschaftskammer unterstützt wird. Die Bäuerinnen und Bauern bringen sich ehrenamtlich in den Vereinen, bei den Feuerwehren und auch in der Gemeinde ein. Sie sind bereit Verantwortung zu übernehmen – nicht nur in betrieblicher Hinsicht. Das breitgefächerte Kandidatenteam für die Landwirtschaftskammerwahl macht das mehr als deutlich!

Agrarstruktur im Bezirk Wels-Land:

Wels-Land hat eine Flläche von 45.770 ha, was einem Prozentsatz von 3,8 der oberösterreichischen Landesfläche ausmacht. 9,7% hingegen macht der Prozentsatz des Bezirks auf Landesebene bei der Ackerfläche aus. Das sind 28.032 ha oder 61% der Bezirksfläche. Dazu kommen 7.681 ha Waldfläche und 1.959 ha Grünfläche und 1.622 ha Biofläche sowie 217 ha mit Spezialkulturen.

53,3% der Betriebe im Bezirk sind Schweinehalter. Bemerkenswert ist, dass damit 8,9% der oberösterreichischen Schweinehalter 24,2% der oberösterreichschen Schweine halten. Das sind Stand November 2020 273.111 Schweine. Diesen Betrieben hat die afrikanische Schweinepest (ASP) in Deutschland aber auch die Corona-Pandemie und den damit sinkenden Absatzmärkten von bis zu 40 Prozent stark zugesetzt. 

455 Betriebe halten im Bezirk 250.704 Geflügel. Das macht 7,4% aller Geflügel im Land Oberösterreich aus. Wels-Land hat ca. 130 Direktvermarkter.