Wels-Land. Vor 75 Jahren – in den ersten Maitagen des Jahres 1945 – wurde mitten in den Nachkriegswirren des zweiten Weltkriegs in Linz die neue christlich-soziale Oberösterreichische Volkspartei gegründet. Diesem Jubiläum gedachte die OÖVP am 9. Mai 2020 ausschließlich Online. „Ein Rückblick auf unseren Bezirk zeigt, dass neben zahlreichen Erfolgen auch viele Herausforderungen auf die OÖVP als gestaltende Kraft zu ‚verbuchen‘ sind,“ sagt Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Klaus Lindinger. „Zwei Projekte, die österreichweit für Schlagzeilen sorgten waren der Kraftwerksbau in Lambach und die Sanierung der sogenannten Kiener-Deponie in Bachmanning. Buchstäblich ist ‚Gras darüber‘ gewachsen, aber Bewährungsproben waren es allemal!“, so der Bezirksparteiobmann weiter.
Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Klaus Lindinger ist überzeugt, dass Mut und Zuversicht zwei gute Ratgeber in der Politik sind.
Wels-Land liegt oberösterreichweit punkto Zukunftsfähigkeit an der Spitze aller Bezirke. Dieses Ergebnis zeigt das Zukunftsranking der österreichischen Bezirke von „Pöchhacker Innovation“ (März 2018). „Dass das so ist, liegt an dem verantwortungsbewussten Agieren auf der Gemeindeebene. Aktuell stellen wir in 18 von 24 Gemeinden den Bürgermeister. Damit sind wir die tonangebende Kraft!“, erklärt Bezirksparteiobmann Lindinger stolz. „Zusammenarbeit wird dabei großgeschrieben wie unter anderem zahlreiche Kooperationen bis hin zu einer Bauhof- und Verwaltungsgemeinschaft beweisen.“
Wissen zu Wels-Land:
Der Bezirk Wels wurde 1868 geschaffen. 1907 kamen die Bezirksgerichtssprengel Eferding und Waizenkirchen an den neuen Bezirk „Eferding“. 1964 erhielt die Stadt Wels ein eigenes Statut. Der verbleibende Bezirk wurde daher in Wels-Land umbenannt. Der Bezirk Wels-Land gliedert sich in 24 Gemeinden, darunter eine Stadt- und zehn Marktgemeinden. Rund 73.700 Einwohner leben im Bezirk. Der Bezirk Wels-Land bildet mit einer Fläche von rund 458 km² die geografische Mitte und damit das Herzstück Oberösterreichs.
Saisonkräfte sind für die Ernte von heimischen Obst und Gemüse unabdingbar
Ob heimische Erdbeeren, Salat, Radieschen, Rhabarber oder im Sommer dann die Gurkerl – heimisches Obst und Gemüse wird es nur dann in ausreichendem Maß zu kaufen geben, wenn es gelingt, die Ernte mit ausreichend qualifiziertem Personal einzubringen. In Oberösterreich fehlen dafür hunderte bewährte Erntehelfer aus der Ukraine, dem Kosovo oder Polen, die zum Teil schon über viele Jahre hervorragende Arbeit auf den Feldern leisten. „Sie kennen die Arbeits- und Produktionsabläufe und wir müssen alles unternehmen, was möglich ist, um sie zum Ernteeinsatz nach Oberösterreich zu bringen“, weist der ÖVP-Abgeordnete Klaus Lindinger auch darauf hin, dass freiwillige Helfer zwar in den ersten Wochen einen wertvollen Dienst für die Bäuerinnen und Bauern geleistet haben, aber auch sie werden allmählich wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren. „Daher braucht es rasch das Stammpersonal“, so Lindinger
Um diese heimische Vielfalt, die auf unseren Feldern wächst, auch ernten zu können, braucht es dringend erfahrene Erntehelfer.
„Es geht um die Existenz bäuerlicher Betriebe, es geht aber auch um die Versorgungs-sicherheit mit heimischen Lebensmitteln“, sieht Lindinger besonders in dieser schwierigen Zeit die Dringlichkeit, diese auch zu gewährleisten. „Wenn wir wollen, dass die Menschen vor allem heimische bäuerliche Produkte kaufen, dann müssen wir auch alles tun, um diese Lebensmittel auf den heimischen Markt zu bringen“, betont Lindinger.
Die Arbeit der Gemüsebauern muss weiter gehen
Derzeit laufen Verhandlungen etwa mit der Ukraine, die ihren Landsleuten nach wie vor die Ausreise verweigert. Oberösterreich braucht jedoch an die 600 erfahrene Ernte-helfer aus diesem Land, da diese seit Jahren bei uns arbeiten. Von österreichischer Seite sind die Regelungen in Bezug auf die Einreisemodalitäten für Saisonarbeitskräfte mittlerweile geklärt: Einreisen sind unter Einhaltung von Hygiene- und Quarantänemaßnahmen erlaubt, wenn die Reise vom Zielland ohne Zwischenhalte erfolgt. „Ein herzliches Dankeschön an die zuständigen Ministerien, die das nun ermöglicht haben“, so Lindinger. „Nun geht es darum, die noch ausständigen Modalitäten so rasch wie möglich zu klären, damit unsere Gemüsebauern ihre Arbeit fortsetzen und wir dann auch beste heimische Qualität in den Regalen kaufen können.“
Die
Eigenversorgung mit bäuerlichen Produkten bester Qualität hat für den
ÖVP-Abgeordneten Klaus Lindinger höchste Priorität. „Gerade jetzt, da die
Grenzen geschlossen sind, sehen wir, wie wichtig es ist, dass unsere Bäuerinnen
und Bauern für Lebensmittelsicherheit im Land sorgen.“ Auch mit dem dritten
Corona-Hilfspaket, das heute im Nationalrat beschlossen wird, geht es darum,
gezielt Maßnahmen zu setzen, um Arbeitsplätze zu erhalten und Selbständige bei
finanziellen Engpässen zu unterstützen. „Wenn der Arbeitsplatz oder das
Einkommen wegfällt, dann sehe ich es als unsere Pflicht, die Rahmenbedingungen
anzupassen und Existenzen abzusichern“, so Lindinger.
Die Änderungen im Härtefallfonds gelten ab 16. April auch für Nebenerwerbslandwirte und Mehrfachversicherte, freut sich Klaus Lindinger! (Foto: ÖVP-Klub/Sabine Klimpt)
Auch für manche bäuerlichen Betriebe bedeutet die derzeitige Situation Einkommensverlust oder höhere Ausgaben. Daher begrüßt Lindinger die Aufstockung wie Ausweitung des Härtefallfonds auch für Nebenerwerbslandwirte und Mehrfachversicherte. Bekanntlich ist die erste Phase des Härtefallfonds – wie etwa für Vollerwerbsbetriebe – mit 30. März angelaufen, die zweite Phase für alle anderen bäuerlichen Betriebe wird ab 16. April möglich sein und wird über die Agrarmarkt Austria (AMA) unbürokratisch abgewickelt. Bei Einkommensrückgängen von 50 Prozent und mehr bzw. bei erhöhten Kosten etwa durch Fremdarbeitskräfte können betroffene Betriebe dann bis zu 6.000 Euro steuerfrei für drei Monate erstattet bekommen.
Erntehelfer
händeringend gesucht
Ein
anderes Problem für bäuerliche Betriebe ist der Wegfall von dringend benötigten
Erntehelfern. „Wir suchen händeringend helfende Hände bei der Ernte“, verweist
Lindinger auf die sehr erfolgreich angelaufene Arbeitsvermittlungsplattform
„Die Lebensmittelhelfer“ (www.dielebensmittelhelfer.at). Einige Tausend haben
sich bereits gemeldet. „Es zeigt wie hoch die Bereitschaft zu helfen ist. Das
freut mich ganz besonders!“, sagt Lindinger. Doch der Abgeordnete gibt zu
bedenken, dass eine koordinierte und bedarfsgerechte Vermittlung sowie eine
Analyse der Qualifikationen unbedingt notwendig ist. „Nur dann kann Angebot und
Nachfrage gezielt zusammengeführt und den Betrieben tatsächlich geholfen
werden.“
Mit der Verlängerung der maximalen Einsatzdauer und mancher Visas wird im neuen
Corona-Hilfspaket aber ein erster wichtiger Schritt gesetzt. Trotzdem hätte vor
allem Oberösterreich in diesem Bereich noch massive Probleme, da hier die
meisten Fremdarbeitskräfte aus Drittstaaten kommen würden. „Derzeit sind nur
etwa zehn Prozent dieser Arbeitskräfte vorhanden und das stellt uns vor große
Herausforderungen“, so Lindinger.
Handel
als Partner und nicht als Profiteur der Krise
„In
schwierigen Zeiten ist es umso wichtiger an einem Strang zu ziehen“, dankt
Lindinger allen, die in dieser Situation zusammenhelfen. Die Primärproduktion
mit den Bäuerinnen und Bauern, der sekundäre Bereich mit den Verarbeitern (wie
etwa Molkereien, Bäckereien, Fleischereien), die Supermarktmitarbeiter, die
LKW-Fahrer ,… leisten einen wesentlichen Beitrag in der Sicherung der
Lebensmittelversorgung. Der Abgeordnete zollt ganz besonders den
Systemerhaltern im medizinischen und pflegerischen Bereich große Anerkennung.
„Leider
glauben jedoch manche Lebensmittelketten, dass sie aus der schwierigen
Situation profitieren könnten,“, erinnert der ÖVP-Abgeordnete etwa an den
Verkauf von Billig-Butter aus dem Ausland. „Außerdem hat jetzt in den Lebensmittelgeschäften
Sonderartikel wie Spielzeug, Elektronik oder Kleidung nichts zu suchen. Das ist
gegenüber jenen Betrieben, die schließen mussten, nicht fair!“, appelliert
Lindinger an den Lebensmittelhandel sich in dieser Situation als Partner der heimischen
Landwirtschaft zu sehen.
Nahversorgung durch heimische Landwirtschaft und Nachbarschaftshilfe gesichert
Die umfangreichen Maßnahmen des Bundes und Landes Oberösterreich zur Eindämmung der Verbreitung des Corona-Virus schränken die Menschen in ihrer gewohnten Lebensweise massiv ein. „Doch das Daheimbleiben und über Telefon sowie E-Mail den Kontakt mit den Mitmenschen zu pflegen, ist alternativlos. Nur mit dem tatsächlichen Verzicht auf für uns ganz normale Dinge wie einkaufen, essen oder in die Arbeit gehen, schaffen wir es, die Ansteckung zu verhindern!“, sagt Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Klaus Lindinger.
In diesem Zusammenhang hebt der Abgeordnete die gelebte
Solidarität mit den Risikogruppen besonders hervor. „Diese zeigt sich
einerseits durch das Einhalten der verordneten Maßnahmen, andererseits durch
sofort entwickelte Nachbarschaftshilfe sowie Lieferdienste!“, betont Klaus
Lindinger. Gewissermaßen flächendeckend sind die Wels-Land-Gemeinden die
Koordinierungsstelle für Nachbarschaftshilfe. Die örtlichen Nahversorger – egal
ob Supermärkte, Direktvermarkter, Gasthäuser, Bäckereien – bieten einen
Lieferservice bzw. lassen in Zusammenarbeit mit den Gemeinden die Dinge des
täglichen Bedarfs liefern.
Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Klaus Lindinger hebt die überall gezeigte Solidarität in der Bevölkerung und die Nahrungsmittelsicherheit dank der heimischen Landwirtschaft hervor. Der Einkauf mit entsprechendem Abstand ist möglich!
„Ich appelliere an die Bevölkerung: Bitte keine Hamsterkäufe tätigen! Die Versorgung mit Lebensmitteln ist durch die heimischen Bäuerinnen und Bauern gesichert. Auch logistisch ist die Belieferung der Handelsketten derzeit wie gewohnt möglich. Dafür danke ich allen – den bäuerlichen Produzenten, den Verarbeitern, den Logistikern, den Handelsangestellten!“, spricht Bezirksparteiobmann Klaus Lindinger eine dringende Bitte und seinen großen Dank aus.
Regionalen Handel sichern – keine Online-Einkäufe Gelebte Solidarität zeigt sich jetzt auch dadurch, dass nicht online eingekauft wird, weil die regionalen Geschäfte geschlossen sind. Kleidung, Schmuck, Gartenutensilien und vieles mehr soll nach der „Corona-Krise“ bei den Händlern und Läden in der Umgebung erstanden werden. „Diese Umsätze werden sie nach den für sie sehr herausfordernden Wochen dringend benötigen! Damit sichern wir letztendlich unserer Arbeitsplätze,“ gibt der Abgeordnete zu bedenken.
Klaus Lindinger: Bäckereitour bestätigt die Maßnahmen
Brot backen aus Leidenschaft! „Mit der geplanten Entlastung im Regierungsprogramm wird das frühe Aufstehen noch mehr honoriert“, sagt Abg.z.NR Klaus Lindinger (re.)
Die Bundesregierung
hat in ihrem Programm konkrete Maßnahmen zur Entlastung der Österreicherinnen
und Österreicher festgesetzt. „Geplant ist es, den Eingangssteuersatz ab 2021
von 25 auf 20 % zu senken. Davon profitieren im Wesentlichen Arbeitnehmer, Pensionisten,
Selbständige sowie Land- und Forstwirte mit niedrigerem Einkommen!“, erklärt
Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Klaus Lindinger. „Das ist ein wichtiger und vor
allem richtiger Schritt, um jene zu entlasten, denen ‚mehr im Börserl‘ am
meisten bringt!“, so Lindinger weiter. Gerade bei kleineren und mittleren
Einkommen wirkt sich ein geringerer Steuersatz proportional besser aus als bei
höheren Einkommen. Der Spitzensteuersatz wird bei 55 % belassen.
Das Maßnahmenbündel
trägt auch dazu bei, dass der Standort – gerade für die Klein- und
Mittelbetriebe – gestärkt wird. Um sich vor Ort zu überzeugen bzw. auch die
geplanten Maßnahmen zu kommunizieren, besuchte Klaus Lindinger mehrere
selbstständige Bäckereien im Bezirk. „Wer täglich früh aufsteht – davon kann
bei Bäckereien ausgegangen werden -, darf nicht das Gefühl haben, es bringt
nichts! Es ist mir ein Anliegen, meine Wertschätzung jenen Menschen
entgegenzubringen, die regionale Wertschöpfung besonders leben“, erklärt der
Abgeordnete seine Motivation auch mitten in der Nacht aufzustehen, um in den
Backstuben in Wels-Land vorbeizuschauen.
Trotz der frühen Morgenstunde nahmen sich die Bäcker gerne für ein Gespräch mit Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Klaus Lindinger (re.) und ÖAAB-Bezirksobmann Bgm. Franz Haider (li.) Zeit.
Für die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatte er ein Kaffeehäferl sowie Naschereien
mit dabei. Im Gespräch mit ihnen und ihren Chefs bekam Klaus Lindinger Einblicke
in die Arbeit „des täglichen Brotes“.
Welche Maßnahmen
sind ab 2021 vorgesehen?
Entlastung
der kleinen und mittleren Einkommen mit der Senkung der ersten Lohnsteuerstufe
von 25 auf 20 Prozent
Verlängerung
des Spitzensteuersatzes von 55 Prozent
Entlastung
der Landwirtschaft durch eine Drei-Jahres-Gewinnverteilung
Ökologisierungsschritte
durch zB einheitliche Flugticketabgabe von zwölf Euro, Maßnahmen gegen
Tanktourismus, mehr Treffsicherheit bei Pendlerpauschale