Maßnahmenbündel von Gemeinden, Sozialhilfeverband Wels-Land und „Alter OÖ GmbH“ zeigt Wirkung
Gesundheit, Pflege und sozialer Zusammenhalt sind Grundlagen einer guten Politik. Ein starkes Oberösterreich zeigt sich auch daran, wie gut Menschen versorgt werden, wenn sie Hilfe brauchen. Mit der Pflegestrategie 2040 im von der OÖVP geführten Sozialressort verfolgt Oberösterreich ein klares Ziel: Menschen sollen auch im Alter selbstbestimmt leben können und genau jene Unterstützung erhalten, die sie benötigen – bedarfsgerecht, wohnortnah und in guter Qualität.
Die aktuellen Zahlen im Bezirk Wels-Land zeigen, wie wichtig diese Angebote bereits heute für viele Familien sind:
Im Jahr 2025 erhielten 719 Menschen durch mobile Dienste Unterstützung in ihrem Zuhause (Anm.: 2024 waren es 644 Menschen). Rund 280 Menschen nutzten den Zuschuss zur 24-Stunden-Betreuung, um weiterhin in ihrer vertrauten Umgebung leben zu können. In den Alten- und Pflegeheimen des Bezirks Wels-Land fanden 529 Menschen per 31.12.2025 Betreuung und Pflege.
„Dank einem Maßnahmenbündel des Sozialhilfeverbandes (SHV) Wels-Land, der Gemeinden sowie des Landes Oberösterreich und der ‚Alter OÖ GmbH‘ sind wir im Bezirk auf einem sehr guten Weg was Versorgung und Pflege der älteren Generation angeht!“, betont Bürgermeister Stefan Weiringer. „Alle Bereiche sind dynamisch. Wir können in den dringendsten Fällen meist innerhalb von 2-3 Wochen einen Platz anbieten. Immer wieder wird der angebotene Platz auch ausgeschlagen, weil es nicht das Wunsch-Heim ist oder der falsche Zeitpunkt“, informiert Weiringer.

Er gehört als Bürgermeistersprecher dem SHV-Vorstand an. Diese Entwicklung gibt pflegebedürftigen Menschen Sicherheit und entlastet Angehörige, die oft tagtäglich große Verantwortung übernehmen.
„Pflege bedeutet weit mehr als Versorgung – es geht um Nähe, Würde und Lebensqualität. Die Menschen wollen möglichst lange selbstbestimmt daheim gut leben. Mit der ‚Pflegestrategie 2040‘ hat unser zuständiger Landesrat Dr. Christian Dörfel einen Fahrplan skizziert, der bereits Früchte trägt. Als Gemeinden – eng vernetzt im SHV Wels-Land – leisten wir für die Pflege einen beträchtlichen Teil der Kosten. Aktiv arbeiten wir daran, ein würdiges Altern zu ermöglichen und die finanzielle Belastung für die Menschen leistbar zu halten!“, zeigt Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger die Verflechtungen der einzelnen Ebenen auf. „Wie bei einem Uhrwerk müssen alle Räder ineinandergreifen, damit eine optimale Betreuung der älteren Generation möglich ist!“, betont Klaus Lindinger.

Seit 2021 wird das Sozialressort in Oberösterreich von der OÖVP geführt. Mit der Pflegestrategie 2040 und der Betreuungsarchitektur 2040 wird seither konsequent und langfristig an der Weiterentwicklung von Pflege und Betreuung gearbeitet. Ziel ist es, die Versorgung angesichts des demografischen Wandels rechtzeitig abzusichern, mehr Fachkräfte zu gewinnen und neue Angebote dort zu schaffen, wo sie gebraucht werden.
Alten- und Pflegeheim Thalheim: Pilotprojekt zur Angehörigenentlastung startet im September
Um Angehörige zu entlasten, startet im September 2026 ein oö.weites Pilotprojekt der Kurzzeitbetreuung im BAPH Thalheim. Ziel ist es, betreuungsbedürftige Menschen mit Pflegestufe 1 bis 4 für bis zu drei Monate in das Heim aufzunehmen, wenn die häusliche Betreuung vorübergehend nicht möglich ist – etwa wegen Krankheit oder Urlaub der pflegenden Angehörigen. Das schafft in Notsituationen Sicherheit und unterstützt gleichzeitig den Wunsch der Älteren, möglichst lange in der vertrauten Umgebung bleiben zu können.

„Aktiv-Treff“ in Marchtrenk ist Teil der Betreuungsarchitektur 2040
Im Bezirk Wels-Land entstehen auch neue Modelle für die Pflege der Zukunft. Mit dem „Aktiv-Treff Marchtrenk“ ist eine ehrenamtlich getragene Tagesbetreuung als Good-Practice-Beispiel für die geplante „Betreuungsarchitektur 2040“ des Landes vorgemerkt. Ziel ist es, pflegebedürftigen Menschen niederschwellige Angebote in der Region zu bieten und pflegende Angehörige zu entlasten.
Betreuungsarchitektur 2040 bringt neue Angebote für ein selbstbestimmtes Leben
Mit der Betreuungsarchitektur 2040 wird die Pflege- und Betreuungslandschaft in Oberösterreich schrittweise weiterentwickelt. Im Mittelpunkt steht dabei ein Grundsatz: Nicht jede ältere Person ist pflegebedürftig und benötigt automatisch einen Heimplatz. Vielmehr sollen unterschiedliche, flexible und bedarfsgerechte Angebote geschaffen werden, damit Menschen möglichst lange selbstbestimmt zuhause leben können. Das entspricht auch dem Wunsch der Menschen.
Künftig wird daher verstärkt auf mobile Dienste, alternative Wohnformen, digitale Unterstützungssysteme, präventive Maßnahmen sowie regionale und passgenaue Angebote gesetzt. Gleichzeitig bleiben Alten- und Pflegeheime ein wichtiger Bestandteil der Versorgung für Menschen mit hohem Pflege- und Betreuungsbedarf.
Ergänzend setzt Oberösterreich verstärkt auf sogenannte „Sorgende Gemeinschaften“, bei denen Gemeinden, Angehörige, Ehrenamtliche und professionelle Dienste gemeinsam dazu beitragen, älteren Menschen ein möglichst langes selbstbestimmtes Leben im vertrauten Umfeld zu ermöglichen.
Die Pflegestrategie 2040 verfolgt dabei einen gesamthaften Ansatz – von der Unterstützung pflegender Angehöriger über mobile und stationäre Angebote bis hin zur Ausbildung der dringend benötigten Fachkräfte. Ziel ist es, Betreuung und Pflege auch für kommende Generationen sicherzustellen und den sozialen Zusammenhalt in Oberösterreich weiter zu stärken.
„Wir merken: Es hat sich bereits einiges getan und es wird noch vieles zum Positiven weiterentwickelt. Die richtigen Schritte sind gesetzt. Davon bin ich überzeugt!“, so Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger abschließend.
WISSEN:
Der Sozialhilfeverband Wels-Land betreibt in Lambach, Marchtrenk und Thalheim jeweils ein Bezirksalten- und Pflegeheim. Bei zwei Pflegeeinrichtungen sind Gemeinden – einmal Eberstalzell und einmal Gunskirchen – Träger. Das Sozialzentrum Kloster Nazareth in Stadl-Paura wird von der Stiftung Liebenau geführt. Rund 600 Pflegeplätze stehen im Bezirk zur Verfügung. Mobile Dienste wie Hilfswerk, Rotes Kreuz oder Volkshilfe sind in ihren Gebieten unterwegs, um professionelle Unterstützung bei pflegerischen Tätigkeiten zu leisten.