Verbindung von professioneller Pflege mit selbstbestimmtem Leben
Die Unterstützung bekommen, die gebraucht wird, und dabei möglichst selbstbestimmt leben: Diesen Anspruch verfolgt das Sozialzentrum Kloster Nazareth der Stiftung Liebenau in Stadl-Paura. Bei einem Besuch überzeugte sich Soziallandesrat Dr. Christian Dörfel gemeinsam mit Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger (OÖVP-Bezirksparteiobmann Wels-Land) vom abgestuften Angebot. 80 Plätzen für Dauer- und Kurzzeitpflege stehen in 13 heimgebundene Wohnungen zur Verfügung. Hausleiterin Stefanie Freisler gab Einblicke in den Alltag und die laufende Erneuerung der Wohnküchen.

„Mit der OÖ Pflegestrategie 2040 haben wir einen klaren Plan, wie wir die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft gut bewältigen können. Die Pflegestrategie zielt darauf ab, den Wunsch der Menschen zu erfüllen, so lange wie möglich selbstbestimmt in vertrauter Umgebung leben zu können. Das Sozialzentrum Kloster Nazareth zeigt, wie sich abgestufte Angebote an einem Standort sinnvoll und je nach Betreuungsbedarf ergänzen. Das gibt älteren Menschen Sicherheit und entlastet ihre Angehörigen.“ – Soziallandesrat Christian Dörfel
Abgestufte Betreuung als Leitgedanke der Betreuungsarchitektur 2040
Das Gesamtkonzept des Sozialzentrums entspricht dem Ansatz der Betreuungsarchitektur 2040, mit der Oberösterreich im Rahmen seiner Pflegestrategie die Versorgung weiterentwickelt. Unterschiedliche Wohn-, Betreuungs- und Pflegeangebote sollen so ineinandergreifen, dass sie sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren. Tagesbetreuung und Kurzzeitpflege ergänzen dabei die dauerhafte stationäre Versorgung. Heimgebundene Wohnungen verbinden eigenständiges Wohnen mit der Nähe zu professioneller Unterstützung.
„Dank einem Maßnahmenbündel des Sozialhilfeverbandes (SHV) Wels-Land, der Gemeinden sowie des ‚Pflegestrategie 2040‘ von unserem Soziallandesrat Christian Dörfel und der ‚Alter OÖ GmbH‘ sind wir im Bezirk auf einem sehr guten Weg was Versorgung und Pflege der älteren Generation angeht!“, betont Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger. „Alle Bereiche sind dynamisch. In dringenden Fällen gibt’s meist innerhalb von zwei bis drei Wochen einen Platz. Dieser wird immer wieder auch ausgeschlagen, weil es nicht das Wunsch-Heim oder der falsche Zeitpunkt ist“, informiert Lindinger weiter.
Mit dem oberösterreichweiten Pilotprojekt zur Kurzzeitbetreuung im Bezirksalten- und Pflegeheim Thalheim, das in den Startlöchern steht, wird ein weiterer Mosaikstein für ältere Menschen gelegt. Dessen Ziel ist es, betreuungsbedürftige Menschen mit Pflegestufe 1 bis 4 für bis zu drei Monate in das Heim aufzunehmen, wenn die häusliche Betreuung vorübergehend nicht möglich ist – etwa wegen Krankheit oder Urlaub der pflegenden Angehörigen. Das schafft in Notsituationen Sicherheit und unterstützt gleichzeitig den Wunsch der Älteren, möglichst lange in der vertrauten Umgebung bleiben zu können.
„Aktiv-Treff“ in Marchtrenk ist Teil der Betreuungsarchitektur 2040
Im Bezirk Wels-Land entstehen auch neue Modelle für die Pflege der Zukunft. Mit dem „Aktiv-Treff Marchtrenk“ ist eine ehrenamtlich getragene Tagesbetreuung als Good-Practice-Beispiel für die geplante „Betreuungsarchitektur 2040“ des Landes vorgemerkt. Ziel ist es, pflegebedürftigen Menschen niederschwellige Angebote in der Region zu bieten und pflegende Angehörige zu entlasten.