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Sozialzentrum Kloster Nazareth als Vorzeigemodell der Betreuungsarchitektur 2040

Verbindung von professioneller Pflege mit selbstbestimmtem Leben

Die Unterstützung bekommen, die gebraucht wird, und dabei möglichst selbstbestimmt leben: Diesen Anspruch verfolgt das Sozialzentrum Kloster Nazareth der Stiftung Liebenau in Stadl-Paura. Bei einem Besuch überzeugte sich Soziallandesrat Dr. Christian Dörfel gemeinsam mit Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger (OÖVP-Bezirksparteiobmann Wels-Land) vom abgestuften Angebot. 80 Plätzen für Dauer- und Kurzzeitpflege stehen in 13 heimgebundene Wohnungen zur Verfügung. Hausleiterin Stefanie Freisler gab Einblicke in den Alltag und die laufende Erneuerung der Wohnküchen.

Landesrat Christian Dörfel in Stadl-Paura
Heimleiterin Stefanie Freisler (Mitte) informiert zum Konzept der „heimgebundenen Wohnungen“.

„Mit der OÖ Pflegestrategie 2040 haben wir einen klaren Plan, wie wir die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft gut bewältigen können. Die Pflegestrategie zielt darauf ab, den Wunsch der Menschen zu erfüllen, so lange wie möglich selbstbestimmt in vertrauter Umgebung leben zu können. Das Sozialzentrum Kloster Nazareth zeigt, wie sich abgestufte Angebote an einem Standort sinnvoll und je nach Betreuungsbedarf ergänzen. Das gibt älteren Menschen Sicherheit und entlastet ihre Angehörigen.“ – Soziallandesrat Christian Dörfel

Abgestufte Betreuung als Leitgedanke der Betreuungsarchitektur 2040

Das Gesamtkonzept des Sozialzentrums entspricht dem Ansatz der Betreuungsarchitektur 2040, mit der Oberösterreich im Rahmen seiner Pflegestrategie die Versorgung weiterentwickelt. Unterschiedliche Wohn-, Betreuungs- und Pflegeangebote sollen so ineinandergreifen, dass sie sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren. Tagesbetreuung und Kurzzeitpflege ergänzen dabei die dauerhafte stationäre Versorgung. Heimgebundene Wohnungen verbinden eigenständiges Wohnen mit der Nähe zu professioneller Unterstützung.

„Dank einem Maßnahmenbündel des Sozialhilfeverbandes (SHV) Wels-Land, der Gemeinden sowie des ‚Pflegestrategie 2040‘ von unserem Soziallandesrat Christian Dörfel und der ‚Alter OÖ GmbH‘ sind wir im Bezirk auf einem sehr guten Weg was Versorgung und Pflege der älteren Generation angeht!“, betont Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger. „Alle Bereiche sind dynamisch. In dringenden Fällen gibt’s meist innerhalb von zwei bis drei Wochen einen Platz. Dieser wird immer wieder auch ausgeschlagen, weil es nicht das Wunsch-Heim oder der falsche Zeitpunkt ist“, informiert Lindinger weiter.

Mit dem oberösterreichweiten Pilotprojekt zur Kurzzeitbetreuung im Bezirksalten- und Pflegeheim Thalheim, das in den Startlöchern steht, wird ein weiterer Mosaikstein für ältere Menschen gelegt. Dessen Ziel ist es, betreuungsbedürftige Menschen mit Pflegestufe 1 bis 4 für bis zu drei Monate in das Heim aufzunehmen, wenn die häusliche Betreuung vorübergehend nicht möglich ist – etwa wegen Krankheit oder Urlaub der pflegenden Angehörigen. Das schafft in Notsituationen Sicherheit und unterstützt gleichzeitig den Wunsch der Älteren, möglichst lange in der vertrauten Umgebung bleiben zu können.

„Aktiv-Treff“ in Marchtrenk ist Teil der Betreuungsarchitektur 2040

Im Bezirk Wels-Land entstehen auch neue Modelle für die Pflege der Zukunft. Mit dem „Aktiv-Treff Marchtrenk“ ist eine ehrenamtlich getragene Tagesbetreuung als Good-Practice-Beispiel für die geplante „Betreuungsarchitektur 2040“ des Landes vorgemerkt. Ziel ist es, pflegebedürftigen Menschen niederschwellige Angebote in der Region zu bieten und pflegende Angehörige zu entlasten.

„Aufgeben tun wir einen Brief!“ – Internationales Jahr der Bäuerin

Dürre, Biber und Schicksalsschläge – Klaus Lindinger besucht Gemüsebäuerin Manuela Kirchmayr in Pupping

Anlässlich des Internationalen Jahres der Bäuerin 2026 besucht Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger vier Bäuerinnen im Hausruckviertel.

Die vierte und letzte Station der Besuchsreihe führte ihn zu Ortsbäuerin Manuela Kirchmayr nach Pupping. Die gelernte Einzelhandelskauffrau ist der Liebe wegen seit 2006 Bäuerin. Gemeinsam mit ihrem Mann Kurt führt sie einen Gemüsebaubetrieb im Vollerwerb. Die beiden Töchter sind 20 und 16 Jahre alt. Rund 50 Hektar bewirtschaftet die Familie, die Hälfte davon ist zu gepachtet. Auf 30 Hektar wächst Gemüse: auf ungefähr der Hälfte Erdäpfel, dazu Karotten und Kohlgemüse. Für eine ausgewogene Fruchtfolge bauen Manuela und Kurt außerdem Gerste, Mais und Soja an.

Die Erdäpfel, Karotten und das Kohlgemüse der Kirchmayrs liefert die Familie an „Eferdinger Landl Erdäpfl“, EFKO und weitere regionalen Verarbeiter. Ihre Produkte bekommen die Kunden also bei den üblichen Handelsketten mit den entsprechenden Marken. Den Kontakt zu Menschen, den Manuela aus ihrem erlernten Beruf gewohnt war, hat sie heute bei der Auslieferung an Kunden und Großabnehmer.

Kurt und Manuela Kirchmayr aus Pupping im Gespräch mit Klaus Lindinger
Auf 15 Hektar wachsen bei Familie Kirchmayr in Pupping Erdäpfel. Die Dürre brachte heuer Ausfälle von bis zu 60 Prozent.

Ohne Mitarbeiter geht es im Gemüsebau nicht

Ohne die fleißigen Mitarbeiter wäre der Gemüsebetrieb nicht machbar. Derzeit sind vier fix am Hof beschäftigt, zwei von ihnen leben dort im Familienverbund das ganze Jahr. Die anderen beiden Männer stammen aus der Ukraine, verdienen sich am Hof der Kirchmayrs ihr Geld selbst und wohnen in der Nähe bei ihren Landeskollegen. Manuela kocht täglich für alle. Wie wenn das nicht schon genug an Aufgaben wäre, ist sie seit 2019 Ortsbäuerin und bringt sich seit Herbst 2021 auch als Gemeinderätin in Pupping ein.

„Aufgeben tun wir einen Brief!“ ist das Motto von Familie Kirchmayr

Familie Kirchmayr hat wirtschaftlich wie auch persönlich schon sehr herausfordernde Zeiten erlebt. 2013 traf ein Hochwasser den Betrieb, Ernte gab es damals kaum. 2018 erkrankte Kurt schwer. Er verbrachte rund ein halbes Jahr im Krankenhaus, war völlig abgeschottet auf der Isolierstation.

„Die Familie gibt mir Halt und gemeinsam mit unseren Töchtern haben wir einen großen Zusammenhalt! Und auch in den schwierigsten Zeiten konnten wir uns auf Freunde verlassen. Das stärkt und trägt!“, zeigt Manuela Kirchmayr auf, wo sie sich immer wieder Kraft holt.

Dürre und Biber setzen dem Gemüse zu

Auch heuer war ein schwieriges Jahr: Durch die Dürre fielen bis zu 50 Prozent der Gemüseernte aus, bei den Erdäpfeln sogar bis zu 60 Prozent. Zusätzlich machte der Biber den Kirchmayrs zu schaffen. Er kommt aus der Aschach und frisst im Karottenfeld ganze Flecken leer. Sorgen bereiten der Ortsbäuerin außerdem das fehlende Verständnis mancher Nachbarn für die Landwirtschaft beispielsweise punkto Bewässerung in Trockenzeiten und das veränderte Einkaufsverhalten der Konsumentinnen und Konsumenten.

Ortsbäuerin Manuela Kirchmayr im Gespräch mit Abg. z. NR Bgm. Klaus Lindinger (re.) über ein herausforderndes Erntejahr.
Ortsbäuerin Manuela Kirchmayr im Gespräch mit Abg. z. NR Bgm. Klaus Lindinger (re.) über ein herausforderndes Erntejahr.
„Wir produzieren unser Gemüse mit viel Liebe, Herzblut und Arbeitseinsatz. Wir achten auf unseren Boden. Er ist doch die Basis für alles. Ohne ihn können wir nichts anbauen und nichts ernten“, betont Manuela Kirchmayr.

Für die Zukunft wünscht sie sich, dass die Menschen beim Einkaufen wieder stärker auf regionale Qualität achten und zu Produkten aus der Umgebung greifen. Genau dafür steht der Appell „Wer weiterdenkt, kauft näher ein!“, den Abg. z. NR Bgm. Klaus Lindinger seit 2019 gemeinsam mit den Bäuerinnen im Bezirk Wels-Land prägt.

„Manuela Kirchmayr zeigt, was unsere Bäuerinnen ausmacht: Sie lassen sich von Hochwasser, Dürre und persönlichen Schicksalsschlägen nicht unterkriegen und sorgen Tag für Tag dafür, dass beste Lebensmittel aus der Region auf unseren Tellern landen. Diese Leistung verdient Wertschätzung und einen fairen Preis. Darum mein Appell an alle Konsumentinnen und Konsumenten: Greift zu Erdäpfeln und Gemüse aus der Region – denn wer weiterdenkt, kauft näher ein!“, betont Klaus Lindinger.

Doch Manuela Kirchmayr bereut ihre Entscheidung als Bäuerin zu arbeiten nicht.

„Der Beruf ist so abwechslungsreich und ich finde, hier kann ich eine persönliche Note einbringen und etwas gestalten, was in anderen Berufen so nicht möglich wäre!“, schließt Manuela motiviert und greift beherzt zu einer Kiste voller Karotten.

Karottenvielfalt aus dem Eferdinger Landl
Manuela Kirchmayr zeigt nicht nur die Vielfalt der Karotten am Hof, sondern auch die Abwechslung, die der Bäuerin-Beruf mit sich bringt.

Ehrenamtshand von Wels-Land

OÖVP Wels-Land ehrt verdiente Persönlichkeiten

Die „Ehrenamtshand von Wels-Land“ ist nicht nur eine wertschätzende Aktion, getrost kann gesagt werden: Sie ist eine Erfolgsgeschichte. Die Anerkennung zaubert allen Geehrten ein Lächeln ins Gesicht. Landesrat Markus Achleitner und Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger ehrten die freiwillig engagierten Menschen auf Vorschlag der jeweiligen OÖVP-Ortsgruppen aus dem Bezirk. Am 5.10.2026 überreichten die Spitzen der OÖVP Wels-Land zehn Ehrenamtshände im Gasthof Oberndorfer in Neukirchen bei Lambach

Landesrat Markus Achleitner (1.v.li.) und Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger (hinten re.) zeichneten Menschen mit der „Ehrenamtshand von Wels-Land“ aus. „Sie fragen nicht, was sie davon haben. Sie machen einfach und bereichern damit unser aller Gemeinschaft!“, so die OÖVP-Bezirksspitzen.

„Wir sagen „Dankeschön“ für euren Einsatz und verbinden damit doch auch die Bitte, euer Engagement beizubehalten und weiterzutragen!“, betonten Landesrat Markus Achleitner und Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger. „Wir reichen Menschen die Hände, die wesentlich mehr tun als ihre Pflicht. Mit der ‚Ehrenamtshand von Wels-Land‘ zeichnen wir verdiente Persönlichkeiten aus, die sich in der Gemeinde, Kultur, Vereinen, Pfarre, Körperschaften oder in einer Gemeinschaft einbringen. Sie machen unser aller Zusammenleben wertvoller, einfach schöner!“, so die Bezirksspitzen.

Die Ehrenamtshand von Wels-Land steht in keinem politischen Zusammenhang. Der Preis ist vor zwei Jahren erstmals überreicht worden. 46 Persönlichkeiten aus dem Bezirk haben bisher die Auszeichnung erhalten.

„Es geht uns darum, dankbar anzuerkennen, was Menschen freiwillig – allzu oft versteckt – gerne leisten!“, so Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger. Eine der Geehrten bemerkte treffend: „Einzeln sind wir Worte, gemeinsam sind wir ein Gedicht!“

Am 05.10. zeichnete die OÖVP Wels-Land aus:

GemeindePersönlichkeitFreiwilliger Einsatz
BachmanningGerhard SchmitzbergerMesner, aktiver Kamerad der FF Bachmanning seit 1977 „Die gute Seele vom Ort!“
GunskirchenHermann HochreiterSeit 26 Jahren Motor der Rumänienhilfe Gunskirchen. Über 500 Aktionen und knapp 3000 Tonnen Hilfsgüter organisiert. Hilfe bei Hochwassergeschädigten 2002. Mitglied im Pfarrkirchenrat u. OÖ. Roten Kreuz, bei der Union und Seniorenbund Gunskirchen, …
 Maria Sturmair  Mehlspeisen-Zauberin für viele Vereine in Gunskirchen, Pfarrgemeinderätin und Leiterin beim Chor Martinsklänge. Aktives Mitglied beim Seniorenbund Gunskirchen, wo sie sich für das Miteinander stark macht.
LambachErwin HuberChronist und leidenschaftlicher Fotograf sämtlicher Veran-staltungen, Ereignisse in Lambach
Neukirchen bei LambachSandra Himmelbauer Mag. Christine KettlgruberSeit 2022 Aufbau einer Topothek in Neukirchen bei Lambach. Mittlerweile sind über 10.000 Dokumente, historische Unterlagen und Fotos gesammelt, recherchiert und eingescannt.
PennewangErwin MurauerTechnisches Universalgenie, das sein Können bei vielen Veranstaltungen und in zahlreichen Vereinen einbringt.
SchleißheimAnna NiederhuberMesnerin, ehem. Schulköchin, Leseoma und -coach, Organisatorin von Seniorentreffen.
Steinerkirchen an der TraunTeam Kinderkirche  Die Jüngsten für die Werte des Glaubens und das Pfarrleben begeistern.
 Hermine ZiegelböckLandesbäuerin, Landtagsabgeord-nete und starke Stimme für die Frauen am Land. Waldpädagogin und Seniorenbundobfrau.


Mit den Geehrten waren neben den persönlichen Begleitungen gerne auch die jeweiligen  Bürgermeister, Gemeindeparteiobleute und Ranghöchste OÖVP-Vertreter:innen aus der Heimatgemeinde dabei. Das zeigt einmal mehr, wie hoch die ehrenamtlich geleistete Arbeit geschätzt wird.

„Die Tätigkeiten unserer ‚Ehrenamtshandträger‘ machen deutlich, was uns allen fehlen würde, wenn sie dies nicht machen würden!“, betonten Achleitner und Lindinger dankbar.

Egal ob bei der Pfarre, in Kulturorganisationen und Vereinen oder für die Gemeinde: Überall haben die zehn Ausgezeichneten wichtige Spuren hinterlassen und prägen sie noch.

„Sie sind für uns alle ein Vorbild. Danke für eure freiwillige Arbeit!“ – Das brachten Achleitner und Lindinger mit ihren Laudationes zum Ausdruck. Die OÖVP Wels-Land zeigt so, wie wichtig ihr freiwilliges Engagement für unsere Gesellschaft ist. Es sind die kleinen und großen Taten, die unser Miteinander bereichern und unsere Gemeinden, unser Bundesland zu einem besseren Ort machen. Knapp zwei Drittel der oö. Bevölkerung bringen sich ehrenamtlich ein.

„One-Stop-Shop“ für Vereine – Servicestelle für Ehrenamtliche

Das Land Oberösterreich schuf unter www.treffpunkt-ehrenamt.at eine eigene Servicestelle. Alle Vereinsangelegenheiten werden für Freiwillige dort gebündelt. Laufende Weiterbildungsangebote zählen hier genauso dazu wie der Versicherungsschutz.

Wissen zur Ehrenamtshand von Wels-Land:

Der OÖVP-Bezirksparteivorstand erarbeitete das Konzept zur „Ehrenamtshand von Wels-Land“. Erstmals erhielten 2024 Persönlichkeiten aus Wels-Land die Auszeichnung. Die Nominierung der Würdenträger:innen kommt aus den 24 OÖVP-Ortsgruppen. Sie wissen am besten, welche Menschen aus ihren Gemeinden Besonderes leisten. Der Fokus liegt auf Persönlichkeiten, die durch ein übliches Ehrungsschema von Vereinen, Institutionen und Körperschaften nicht umfasst sind. Alle zwei Jahre überreicht die OÖVP-Wels-Land die „Ehrenamtshand“.

„Die Landwirtschaft ist das wichtigste Business überhaupt!“

Wertschöpfung am Hof, Wertschätzung für die Landwirtschaft: Klaus Lindinger besucht Christina Arminger am „Bauerhof“ in Peuerbach

Anlässlich des Internationalen Jahres der Bäuerin 2026 besucht Abgeordneter zum Nationalrat und Bürgermeister Klaus Lindinger vier Bäuerinnen im Hausruckviertel.

Die dritte Station der Besuchsreihe führte ihn zu Christina Arminger nach Peuerbach. Die junge Bäuerin lebt mit ihrem Mann Josef und ihren beiden Kindern auf dem elterlichen Hof, den das Paar 2024 übernommen hat. Gemeinsam führen sie einen Vollerwerbsbetrieb mit 47 Holstein-Milchkühen und rund 50 Hektar landwirtschaftlicher Fläche. Mit den Eltern von Christina sowie ihrer Großmutter leben insgesamt vier Generationen beim „Bauer z’Gschwendt“, so der überall bekannte Hausname.

Seit 2020 setzen Christina und Josef Arminger zusätzlich auf Direktvermarktung. Rund zehn Prozent der produzierten Milch werden vor Ort weiterverarbeitet und als Frischmilch, Joghurt, Topfen, Obers, Sauerrahm sowie saisonale Spezialitäten wie Grillkäse vermarktet. Konsument:innen können die „Bauerhof-Produkte“ direkt am Hof holen oder auch bei Regionalläden in der Umgebung kaufen.

Milch ist ein gesundes Lebensmittel.
Das Lebensmittel Milch ist wieder im Trend – nicht zuletzt bei allen, die viel Eiweiß zu sich nehmen möchten. Gleichzeitig ist der Milchpreis, den die Bäuerinnen und Bauern von den Molkerein bekommen, heuer ein Drittel geringer als im Vorjahr. „Das liegt am Überangebot am Weltmarkt!“, so Josef Arminger.

Jeden Tag kann ich wer anderer sein

„Mit der Direktvermarktung wollen wir die Wertschätzung und Wertschöpfung auf den Hof holen“, beschreibt Christina Arminger die Motivation hinter diesem Weg.

Die Absolventin der HBLA Elmberg war schon früh entschlossen, den Familienbetrieb weiterzuführen. Ihr Mann Josef, gelernter Elektriker, zieht mit Christina an einem Strang. Gemeinsam stecken sie viel Leidenschaft, Herzblut, Hirnschmalz und Zeit in ihren Betrieb.

Christina und Josef Arminger führen Klaus Lindinger durch ihren Hof, den sie mit großer Leidenschaft, Herzblut und Hirnschmalz betreiben. Nachhaltigkeit – beispielsweise beim Nutzen bestehender Gebäude – und Öffentlichkeitsarbeit zur Landwirtschaft sind ihnen dabei besonders wichtig.

Rund vier Stunden täglich verbringen sie im Stall. Erleichtert wird diese durch einen modernen Melkroboter, der nicht nur für mehr Effizienz, sondern auch für mehr Ruhe im Stall sorgt. Jede Kuh entscheidet selbst, wann sie zum Melken geht.

Dass Christina jede einzelne Kuh beim Namen kennt, ist für sie selbstverständlich: „Ja, weißt du von deinen Arbeitskollegen nicht auch die Namen?“, sagt sie schmunzelnd.

Milchautomat in Peuerbach
Auch der Automat für frische Rohmilch hat einen Namen.

Besonders am Herzen liegt der Familie die Kommunikation mit der Bevölkerung.

„Wir müssen noch viel mehr zeigen, wie Landwirtschaft heute funktioniert“, sind Christina und Josef überzeugt.

Bei den Ferienaktionen am Hof erleben sie, wie „fremd“ diese selbst Kindern in ländlichen Regionen schon ist. Die Tiere, Maschinen und das Leben am Bauernhof wie Stroh und Heu springen sind für die Kinder bereits das spannendste Programm.

Die Vielfalt und Abwechslung, die die Aufgaben als Bäuerin mit sich bringt, mag Christina Arminger besonders.

„Ich kann jeden Tag wer anderer sein: Elektrikerin, Mama, Frau am Herd, Produzentin von besten regionalen Lebensmitteln, Bürokraft usw. Das taugt mir!“, sagt sie stolz. 

Landwirtschaft ist das wichtigste Business

Die zunehmende Bürokratie und der aktuell niedrige Milchpreis machen der jungen Bäuerin durchaus Sorgen.

„Landwirtschaft ist das wichtigste Business auf der ganzen Welt – Essen braucht jede und jeder! Das sollte der Gesellschaft mehr bewusst und auch mehr wert sein!“, so die junge Bäuerin.

Im Gespräch mit Christina Arminger.
Die Direktvermarktung ist für Christina ein Herzensanliegen, mit dem sie Wertschätzung und Wertschöpfung auf ihren „Bauerhof“ sichern möchte.

Gleichzeitig gibt sie angehenden Bäuerinnen mit, immer wieder aufzustehen, positiv zu bleiben und Mut zu beweisen.

Hierzu passt genau der Appell „Wer weiterdenkt, kauf näher ein“, den Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger bereits seit 2019 mit den Bäuerinnen im Bezirk Wels-Land geprägt hat und regelmäßig darauf aufmerksam macht.

„Die Bäuerinnen führen mit Mut und Tatkraft ihre Betriebe. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur regionalen Versorgung und hoher Lebensqualität für die gesamte Gesellschaft. Diese Leistungen verdienen Anerkennung, Sichtbarkeit und vor allem einen fairen Preis – getreu dem Motto ‚Wer weiterdenkt, kauft näher ein‘!“, betont Klaus Lindinger abschließend.

„Bei den Besuchen sind mir drei Dinge besonders wichtig: Wertschätzung für die vielfältigen Leistungen der Bäuerinnen, der persönlichen Geschichte Raum geben und den Fokus auf die für uns alle notwendige Versorgung mit Lebensmitteln legen!“, betont Klaus Lindinger.

„Neugier. Mut. Freude“ im neuen Schuljahr für alle Kinder und Jugendlichen

In Wels-Land drücken 812 Knirpse zum ersten Mal die Schulbank

Der Schulstart ist für Familien immer eine besondere Zeit. Dabei ist es egal, ob das aufregende erste Schuljahr der Volksschule bevorsteht oder das letzte Jahr der Schullaufbahn eingeläutet wird.

„Wir von der OÖVP Wels-Land wünschen allen Kindern und Jugendlichen viele Erfolg für das neue Schuljahr! Wie es auf dem Turnsackerl für Erstklässler-Kinder steht, sollen Neugier, Mut und Freude den Schulalltag begleiten. Dieses praktische Geschenk inklusive Malbuch mit wertvollen Tipps für einen sicheren Schulweg gibt es von unserem Landeshauptmann“, informiert Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger.

Schulstart Fischlham
Bgm. Klaus Lindinger überreichte ein praktisches Turnsackerl an die Erstklassler:innen. (Fotocredit: Klaus Lindinger)

Im Bezirk Wels-Land starten 812 Kinder erstmals in die Schule. Für sie und ihre Eltern ist daher diese Zeit besonders aufregend und spannend.

„Wir arbeiten in Oberösterreich dafür, Familien Heimat zu geben und Kindern die besten Chancen zu eröffnen. Oberösterreich soll das Kinderland Nr. 1 werden. Auch die Schulstartaktion OÖVP Wels-Land bringt das zum Ausdruck. Der erste Schultag ist für viele Kinder und Familien ein ganz besonderer Moment – voller Vorfreude, Neugier und vielleicht auch ein bisschen Aufregung. Schule ist ein Ort, an dem Kinder lernen, Freundschaften schließen, ihre Talente entdecken und jeden Tag ein Stück selbstständiger werden. Dazu gehört auch der Weg in die Schule. Gerade zum Schulbeginn bitte ich daher alle Verkehrsteilnehmer:innen um besondere Aufmerksamkeit und Rücksicht: Unsere Kinder sollen nicht nur gerne, sondern vor allem sicher in die Schule und wieder nach Hause kommen. Ich wünsche allen Schüler:innen, ihren Familien und unseren Pädagog:innen einen guten Start und ein schönes, erfolgreiches Schuljahr.“, unterstreicht Landeshauptmann Thomas Stelzer das Engagement im Bezirk Wels-Land.

Heftspende
Unternehmer Christian Hefner (re.) spendet seit einigen Jahren die Hefte für alle Kinder der Volksschule. (Fotocredit: Klaus Lindinger)

Gut informiert ins neue Schuljahr – Service-Tipps für Eltern
Der Schulstart ist nicht nur mit Aufregung und Freude verbunden, sondern auch mit Kosten.

„Als besonderen Service möchte ich auf zahlreiche Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung, die es seitens Bund und Land gibt, hinweisen!“, betont ÖAAB-Landtagsabgeordneter Michael Weber aus Gunskirchen.

Schulstartgeld(automatisch mit der Familienbeihilfe im August ausbezahlt):

121,40 Euro für Kinder zwischen 6 und 15 Jahren, für die Familienbeihilfe bezogen wird. Die Auszahlung erfolgte automatisch im August.

OÖ Schulveranstaltungshilfe

Unterstützung für mehrtägige Schulveranstaltungen. Je nach Dauer beträgt die Förderung bis zu 150 Euro.

Nachhilfeförderung

150 Euro pro Semester für schulpflichtige Kinder bei Nachhilfebedarf und Vorliegen der Voraussetzungen.

Schul- und Heimbeihilfe

Finanzielle Unterstützung für Schülerinnen und Schüler bei sozialer Bedürftigkeit. Die Höhe ist von der individuellen Situation abhängig.

Schulfahrtbeihilfe

Kann unter bestimmten Voraussetzungen zustehen, wenn keine geeignete Schülerfreifahrt zur Verfügung steht bzw. besondere Weg- oder Ausbildungssituationen vorliegen.

Wintersport & Schulveranstaltungen

Auch für Schulskikurse und Wintersporttage gibt es in Oberösterreich Unterstützungen.

Kind krank? – Pflegefreistellung

Bei notwendiger Pflege besteht unter den gesetzlichen Voraussetzungen Anspruch auf Pflegefreistellung bei Fortzahlung des Entgelts.

Familienbonus Plus

Bis zu 2.000 Euro pro Kind und Jahr bis zum 18. Geburtstag.

Kinderzuschlag

Für bestimmte geringverdienende Alleinerziehende und Alleinverdienende gibt es 61,60 Euro pro Monat.

Weiterführende Informationen

Details zu den Beihilfen, Förderungen, Voraussetzungen und Anträgen finden Familien auf www.ooe-oeaab.at. Weitere Informationen zu den Landesförderungen bietet auch das Familienreferat des Landes Oberösterreich unter www.familienkarte.at.

Weiterführende Informationen beim:

Details zu den Beihilfen und Förderungen findet man auf www.ooe-oeaab.at und in der ÖAAB-Servicebroschüre zum Thema, die unter 0732 66 28 51 oder per Mail an oeaab@ooe-oeaab.at kostenlos bestellt werden kann.