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Budget sorgt für Klarheit

„Bauer sein bedeutet, tagein und tagaus dafür zu sorgen, dass beste Lebensmittelqualität auf den Markt kommt, die Kulturlandschaft auch für künftige Generationen gepflegt und geschützt wird und es unseren Nutztieren im Stall, am Hof oder auf der Weide gut geht“, weist der Hausruckviertler Abgeordnete Klaus Lindinger darauf hin, dass diese Tätigkeit mit hoher Verantwortung und viel Leidenschaft ausgeübt wird.

„Was die Bäuerinnen und Bauern dazu brauchen, sind Planbarkeit und stabile – auch finanzielle – Rahmenbedingungen, um erfolgreich wirtschaften zu können“, weist Lindinger darauf hin, dass in einigen Branchen die Landwirte bei Weitem nicht den Preis für ihre Produkte bekommen, die ihrem Wert entsprechen.

Klaus Lindinger
Klaus Lindinger betreibt eine Landwirtschaft mit Acker- und Obstbau. (Foto: Alfred Haslinger)

Direktzahlungen sowie Umwelt- und Klimaleistungen gesichert

Österreich hat seine Hausaufgaben gemacht, damit die Bäuerinnen und Bauern auch in Zukunft unter klaren Rahmenbedingungen und finanzieller Planbarkeit am Hof arbeiten können. Diese Woche wird im Nationalrat das Budget für das kommende Jahr beschlossen. Damit sind die Direktzahlungen gesichert und Umwelt- und Klimaleistungen der bäuerlichen Betriebsführer können in vollem Umfang weitergeführt werden. Zentral dabei ist auch die Stärkung der ländlichen Entwicklung in den GAP-Übergangsjahren, da alle erforderlichen Mittel der Kofinanzierung der EU-Mittel auch im kommenden Jahr zur Verfügung stehen.

GAP-Strategieplan ist in der Zielgeraden

In der Zielgerade befinden sich zudem die nationalen Verhandlungen zum GAP-Strategieplan ab 2023. „Die Verhandlungen auf europäischer Ebene waren zäh, aber es ist gelungen, erstens für mehr finanzielle Mittel zu sorgen und zweitens wesentliche Bausteine, die unseren ökosozialen Erfolgsweg in der heimischen Landwirtschaft prägen, weiterhin sicherzustellen“, sieht Abgeordneter Klaus Lindinger „auf den letzten Metern zwar noch Diskussionsbedarf, aber die Richtung stimmt.“

Den Jungen den Neustart erleichtern

Besonders erfreulich ist, dass neben der Absicherung der Umweltleistungen der Bäuerinnen und Bauern in der Ländlichen Entwicklung eine besondere Unterstützung der Jungbäuerinnen und Jungbauern in der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik vorgesehen ist.

„Es sind die jungen Hofübernehmerinnen und –übernehmer, die die Weiterentwicklung der heimischen Landwirt-schaft garantieren und die mit neuem Elan, aber auch mit immer mehr Knowhow für eine moderne und vor allem auch nachhaltige Landwirtschaft sorgen“, weist Lindinger darauf hin, dass knapp ein Viertel der heimischen Höfe von Jungbauern bewirtschaftet werden.

Klaus Lindinger

„In diesem Bereich sind wir eindeutig Europameister und das soll auch so bleiben“, pocht Lindinger zudem auf eine Absicherung der Top Up Zahlungen, der Existenzgründungsbeihilfe und der Investitionsförderung für Junglandwirte.

Es braucht endlich die Herkunftskennzeichnung!

Neben der Unterstützung der öffentlichen Hand für diese gemeinwohlwirtschaftlichen Leistungen braucht es vor allem das bewusste und regionale Kaufverhalten der Konsumentinnen und Konsumenten. „Wenn wir wollen, dass unsere bäuerlichen Familienbetriebe erhalten bleiben, müssen wir auch dafür sorgen, dass die Menschen unsere Produkte verstärkt kaufen“, fordert Lindinger einmal mehr die Umsetzung der Herkunftskennzeichnung. „Das stärkt unsere Betriebe und den Klimaschutz!“