Ab 14. Juni gilt die „EU-Frühstücksrichtlinie“ im Handel
Beim Honig-Kauf wird es ab 14. Juni einfacher! Ab da gilt die neue Herkunftskennzeichnung gemäß der sogenannten „EU-Frühstückrichtlinie“. Die Menschen erkennen heimische Qualität rasch. Gerade bei Honig ist das wichtig: In Österreich wird viel Honig aus dem Ausland gekauft – oft aus Ländern, wo die Qualitätsanforderungen geringer sind. Etwas mehr als ein Kilogramm ist der durchschnittliche Honig-Konsum pro Jahr pro Österreicher. Laut dem OÖ. Bienenzentrum stammt mehr als die Hälfte aus dem Import.
„Der Nicht-Österreichische Honig ist eindeutig festzustellen. Auf der Verpackung muss nun stehen: Aus welchen drei Ländern der Honig hauptsächlich stammt, wie viel Prozent aus jedem Land und ob der Honig aus Europa oder anderen Teilen der Welt kommt“, sagt der bäuerliche Abgeordnete Bgm. Klaus Lindinger. „Ich appelliere an alle, die einkaufen: Entscheiden Sie sich für Österreich!“, betont Lindinger weiter.
Österreichischer Honig hat viele Vorteile: Hohe Qualität, keine weiten Lieferwege, unterstützt die Natur und ist nachweislich kontrolliert. Mit den Bezeichnungen „Österreichischer Honig“ oder „Ursprungsland: Österreich“ ist heimischer Honig sofort erkennbar.
„Beim Kauf vom regionalen Imker haben die Konsumenten die Garantie, dass es österreichischer Honig ist. Da könnten die Bienen sogar in deinem Garten gewesen sein und deine Pflanzen bestäubt haben“, erklärt Georg Marschner, Bezirksobmann der Imker für Wels-Land und Wels-Stadt.
„Wer zu Honig aus österreichischer Imkerei greift, tut auch unserer Landwirtschaft etwas Gutes. Es ist ein wertvoller Kreislauf: Die vielen regionalen Imker sichern mit ihren Bienen die Bestäubung unserer Felder und Gärten. Davon profitieren unsere Bäuerinnen und Bauern direkt durch gesunde, reiche Ernten!“, hebt Lindinger hervor. „Gleichzeitig halte ich fest: Führt diese klare Herkunftskennzeichnung, die auf die Beharrlichkeit von unserem Bauernbund-Abgeordneten Alex Bernhuber im EU-Parlament zurückgeht, nicht zu einem deutlichen Schub bei österreichischem Honig, sind solche Maßnahmen zu überdenken. Jeder der Lebensmittel und Waren einkauft, hat es täglich in der Hand!“
Was passiert, wenn die neue Richtlinie zu keinem geänderten Kaufverhalten führt?
Die neue Herkunftskennzeichnung ist ein wichtiger Schritt. Sollte sie jedoch nicht zu einem deutlichen Anstieg beim Kauf von heimischem Honig führen, muss die Regelung weitergedacht werden. Denn Transparenz ist nur dann wirksam, wenn sie auch tatsächlich zum Griff ins Regal mit dem heimischen Produkt führt.
Wissen zur Regelung, die ab 14. Juni anzuwenden ist:
In Zukunft müssen die Länder, aus denen der Honig kommt, klar auf dem Etikett stehen. Diese Informationen müssen gut sichtbar auf der Vorderseite sein. Die Länder werden in einer Liste – jenes Land mit dem größten Anteil zuerst – gezeigt. Eine leichte Abweichung der Angaben ist erlaubt. Diese darf höchstens fünf Prozent betragen. Die Basis bilden die Unterlagen des Unternehmens. Für sehr kleine Verpackungen unter 30 Gramm gibt es einfachere Regeln. Hier dürfen statt der Ländernamen auch kurze Ländercodes mit zwei Buchstaben verwendet werden. Produkte mit alten Etiketten dürfen im Handel noch verkauft werden, bis sie aufgebraucht sind. (Anm.: Noch lagernde Etiketten ohne Ware können nicht mehr verwendet werden!) Die alte Bezeichnung „Andere Teile der Welt“ ist nicht mehr erlaubt. Außerdem wird eine neue Honig-Plattform eingerichtet, wo Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen zusammenarbeiten. Die neuen Regeln gelten ab dem 14. Juni 2026.
Klubobfrau Margit Angerlehner und Abg.z. NR Klaus Lindinger im Austausch mit dem Wirtschaftsstellen-Ausschuss Wels-Land/Wels-Stadt
Wie gelingt das „Match“ am Arbeitsmarkt? Diese Frage und noch mehr Themen standen im Mittelpunkt beim Bezirkstag von Klubobfrau Bgm.inMargit Angerlehner in Wels-Land. Gemeinsam mit Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger und LAbg. Michael Weber besuchte sie zwei etablierte Familienbetriebe und tauschte sich mit Funktionär:innen der Wirtschaftskammer aus.
Anfang Mai veröffentlichte das AMS für den Arbeitsmarktbezirk Wels-Land/Wels-Stadt folgende Daten: 359 gemeldete offene Lehrstellen stehen 223 Jugendlichen, die auf der Suche nach einem Lehrplatz sind, gegenüber.
„Es gibt kein Stellendezifit, sondern ein Qualifikations‑ und Branchen‑Mismatch! Offensichtlich braucht es noch mehr Maßnahmen zur Berufsorientierung und Ausbildungsreife“, betont Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger. „Die Pflichtschulen, das AMS wie auch die Initiativen der Wirtschaftskammer ‚Wirtschaft verstehen‘ und ‚Schule und Wirtschaft‘ leisten schon jetzt äußerst wichtige Unterstützung, um den Jugendlichen tatsächliche Einstiegschancen in das Berufsleben zu ermöglichen!“, informiert Klaus Lindinger, auch in seiner Funktion als Jugendsprecher des Parlamentsklubs.
Klubobfrau Bgm.in Margit Angerlehner (2.li. vorne) tauschte sich mit Vertreter:innen des Wirtschaftsstellenausschusses über Chancen und Herausforderungen am Arbeitsmarkt in Wels-Land und Wels-Stadt aus. (Fotocredit: OÖVP Wels-Land)
Klubobfrau Bgm.in Margit Angerlehner sieht vor allem in der Lehrlingsausbildung einen zentralen Erfolgsfaktor für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich: „Unser duales Ausbildungssystem mit einer praktischen Ausbildung im Betrieb und theoretischem Unterricht in der Berufsschule ist ein bewährtes Modell zur Sicherung von Fachkräften, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit. Oberösterreich ist DAS Lehrlingsbundesland Nr.1, gerade auch die Unternehmen im Bezirk Wels-Land tragen entscheidend dazu bei, jungen Menschen attraktive Zukunftsperspektiven mit Lehrabschluss zu bieten.“
„Die bestens organisierte Lehrlingsmesse der Wirtschaftskammer war in diesem Frühling besonders gut besucht. Die Pädagoginnen und Pädagogen der Mittelschulen waren mit allen Schüler:innen im passenden Alter vor Ort. So bekommen die Jugendlichen praxisgerechte Einblicke und auch einen besseren Überblick, welche Berufe es gibt!“, ergänzt LAbg. Michael Weber, der in seiner Funktion als Lehrervertreter die wichtige Zusammenarbeit zwischen Bildung und Wirtschaft immer unterstützt.
Klubobfrau Bgm.in Margit Angerlehner (2.v.re.), Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger (2.v.li.) und LAbg. Michael Weber (1.v.li.) informierten sich nicht nur beim Wirtschaftsstellen-Ausschuss über aktuelle Themen. Sie besuchten auch zwei Familienbetriebe in Wels-Land unter anderem OTT GmbH – hier am Bild mit Inhaberin und Geschäftsführerin Beatrix Brunner.
Basisarbeit: „Schule und Wirtschaft“ sowie „Wirtschaft verstehen“
Ein zentrales Anliegen ist der Bereich der Fach- und Arbeitskräfteentwicklung. Die traditionelle Lehrlingsmesse Wels und Wels-Land verzeichnete im heurigen Frühjahr einen neuen Besucherrekord. Ein echtes Vorzeigeprojekt ist „Wirtschaft verstehen“, welches seitens der Wirtschaftskammer in Kooperation mit vier Mittelschulen im Bezirk Wels-Land umgesetzt wird. Bereits über 30 Unternehmen beteiligen sich als Firmenpaten, um Schülerinnen und Schülern praxisnahe Einblicke in die Welt der Wirtschaft zu geben.
Mehr als 63.000 unselbstständig Beschäftigte zählt der Arbeitsmarktbezirk. Die dominierenden Branchen sind Produktion (z.B. Maschinen- und Anlagenbau, Metallverarbeitung, Nahrungs- und Futtermittelindustrie), Baugewerbe (z.B. mittelständische Bau-, Holz-, Baunebengewerbe- und Technikbetriebe) sowie aufgrund der sehr zentralen Verkehrslage Logistik, Speditionen und der Großhandel. Dienstleistungsbetriebe sowie Land- und Forstwirtschaft runden das breite Angebot ab.
Aktuelle Arbeitslosenquote: 7,1% (4.816 Arbeitslose in Wels-Land & Wels-Stadt)
Höchste Arbeitslosigkeit in der Altersgruppe 30-39 mit 1.125 Personen.
2.569 Arbeitslose haben ausschließlich die Pflichtschule absolviert.
Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr: Altersgruppe 20-24 hat eine Steigerung von 27,1%, das sind 18 Personen mehr als im April 2025.
Bereits im April stellte Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitnerdas Standortprogramm upperWORK 2026. Mit einem Budget von 392 Millionen Euro wird in Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen investiert. Im Rahmen von upperWORK 2026 ist etwa der „Star Truck für MINT-Kompetenzen“ unterwegs. Er ist gewissermaßen ein „erlebbares Klassenzimmer“. Das mobile Bildungs- und Berufsorientierungsprojekt ist auf fünf Jahre angelegt und mit rund 10 Millionen Euro budgetiert.
Maschinen für die Tischler und die Industrie produziert die OTT Maschinenfabrik GmbH in Lambach. Im Rahmen des Bezirkstags besuchten die Klubobfrau des OÖ. Landtags, Margit Angerlehner, Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger, LAbg. Michael Weber gemeinsam mit Bgm. Johannes Moser den Familienbetrieb. Das 1963 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 80 Mitarbeiter. Die Inhaber und Geschäftsführe Beatrix und DI (FH) René Brunner führten durch den modernen Produktionsprozess.
Bgm. Johannes Moser (v.re.) ist mit Recht stolz auf den Vorzeigebetrieb. Ihn freute das Interesse von Klubobfrau Margit Angerlehner, Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger und LAbg. Michael Weber. (Fotocredit: Martin Kienesberger)
Wichtiger Arbeitgeber und Unterstützer der Lambacher Vereine
„Die OTT GmbH ist nicht nur einer unserer größten Kommunalsteuerzahler in der Marktgemeinde Lambach. Die Geschäftsführung hatte und hat auch immer ein offenes Ohr für Vereine oder die Freiwillige Feuerwehr. Das ist für eine Gemeinde viel wert und stärkt das Miteinander“, erklärte Bürgermeister Johannes Moser während des Rundgangs durch den Betrieb.
„Wir sahen heute einen echten Vorzeigebetrieb, der auch junge Menschen zu Fachkräften von morgen ausbildet. Derzeit sind acht Lehrlinge aus dem Umkreis beschäftigt. Das ist gelebte unternehmerische Verantwortung“, betonte Klubobfrau Angerlehner.
Beatrix Brunner (1.v.re.), Geschäftsführerin OTT Maschinenfabrik GmbH, gibt interessante Einblicke in das Unternehmen im Herzen von Lambach, das weltweit exportiert.
Starke Wirtschaftsregion
Das Werk 1 im Ortsteil Sand ist der Ursprung des Unternehmens OTT GmbH. Hier wurde in den Jahren 2018 bis 2020 die Produktionsfläche umfassend renoviert und modernisiert. Das Werk 1 bietet Platz für moderne CNC-Anlagen, Schweißplätze sowie eine Laserzuschnittanlage. Zudem stehen hochmoderne Biege- und Abkantmaschinen bereit, die in der Produktion von Individuallösungen für die Möbelindustrie, insbesondere Kantenanleimmaschinen (Edgebanders), eingesetzt werden. Mit der Übernahme der benachbarten Firma „Deinhammer GmbH“ wird die Region nachhaltig gestärkt.
Das Werk 2, Bürostandort und „Showroom“, befindet sich nur fünf Minuten Fahrzeit von Werk 1 entfernt. Hier findet die Endmontage der Kantenanleimmaschinen statt. Neben dem Verwaltungszentrum wird es auch permanent als Vorführungsmöglichkeit genutzt, damit Kunden sehen, wie die Maschinen der OTT GmbH arbeiten.
„Lambach ist ein gut angebundener Standort, Oberösterreich eine starke Wirtschaftsregion – das müssen wir nachhaltig bewahren und fördern! Mit unserer Fertigungstiefe, unserem Netzwerk aus regionalen Partnern und unserer Lehrlingsausbildung versuchen wir, bestmöglich unseren Beitrag zu leisten.“, macht Beatrix Brunner deutlich.
Bäuerinnen und Bauernbund gestalten aktiv das Gemeindeleben
Im Rahmen eines Bezirkstages besuchte Klubobfrau Bgm.in Margit Angerlehner gemeinsam mit Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger und LAbg. Michael Weber den Hof von Nicole und Manfred Hörtenhuemer. Im Vollerwerb führen sie einen Ackerbau- und Mastsauen-Betrieb. Zusätzlich zur konventionellen Bewirtschaftung haben sie die Imkerei und auch das Destillieren vor einigen Jahren für sich entdeckt. Ihre Schnäpse sind auf der „Ab Hof Wieselburg“ bereits prämiert worden.
Information und Austausch direkt am Hof von Familie Hörtenhuemer in Steinerkirchen. (Fotocredit: Martin Kienesberger)
„Mir ist es wichtig, die Vielfalt in unserem schönen Oberösterreich noch besser kennen zu lernen und die Themen unserer Landsleute mit in den OÖ. Landtag zu nehmen!“, sagt Klubobfrau Bgm.in Margit Angerlehner.
„Die Landwirtschaft sorgt nicht nur für unser Essen. Die Bäuerinnen und Bauern sind vielfach im Ortsleben engagiert – ob bei der Freiwilligen Feuerwehr, der Pfarre oder eben den Ortsbäuerinnen und Bauernbund!“, ergänzt Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger, auch Ehrenamtssprecher im Parlamentsklub.
Großes Interesse seitens der Spitzenvertreter aus Steinerkirchen rief der Besuch von KO Margit Angerlehner auf dem Bauernhof von Nicole und Manfred Hörtenhuemer hervor. Am Bild: Bgm. Thomas Steinerberger (v.li.), LAbg.Michael Weber, Gemeindevorstand Monika Rathmair, BB-Ortsobmann Martin Zehetner, KO Angerlehner, Manfred und Nicole Hörtenhuemer, Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Klaus Lindinger und Kerstin Roiß.
Im Februar 2026 haben Nicole Hörtenhuemer und Kerstin Roiß im Duo die Aufgaben der Ortsbäuerin in der Marktgemeinde Steinerkirchen an der Traun übernommen. Beim Besuch sprachen sie auch konkrete Themen wie den dringend notwendigen Bürokratieabbau, die Wertschätzung für die bäuerliche Arbeit und die Lebensmittelsicherheit an.
Aktive Ortsbauernschaft Steinerkirchen
Damit die Menschen auch tatsächlich erleben, wie Landwirtschaft arbeitet, setzen die Bäuerinnen zahlreiche Aktivitäten. Mit Veranstaltungen wie Mostkost, Hofroas (Anmerkung: Save the Date am 6.9.2026) oder Martinimarkt bereichern sie gemeinsam mit der Ortsbauernschaft und dem Bauernbund die Gemeinschaft aller. Zusätzlich machen die Bäuerinnen einen Apfeltag in der Schule oder zeigen im Rahmen von Ferienaktionen den Wert der Lebensmittel spielerisch für Kinder auf.
Regionalität, Lebensmittelbewusstsein, Inklusion und Miteinander stehen im Zentrum der Arbeit. Kerstin Roiß bringt als Jägerin und „Zugezogene“ einen besonderen Blick in und auf die bäuerlichen Familienbetriebe mit. Nicole und Manfred Hörtenhuemer haben ihren drei Kindern die Landwirtschaft auch immer positiv vorgelebt. So wird der Jüngste den Betrieb einmal weiterführen.
Es braucht einfache Verfahren bei Industrie-Emissionsrichtlinie für bäuerliche Familienbetriebe
Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger (li.) nutzt den Bezirkstag mit Klubobfrau Margit Angerlehner auch dazu, die Ausgestaltung der Industrie-Emissionsrichtlinie auch praxisnah umzusetzen.
Ein zentrales Anliegen hatte auch der bäuerliche Abgeordnete Klaus Lindinger mit dabei.
„Ich bin sehr froh, dass wir mit unserer Agrarreferentin Landesrätin Michaela Langer-Weninger und dem OÖVP-Landtagsklub verlässliche Partner an unserer Seite punkto ‚Industrie-Emissionsrichtlinie‘ haben. Doch ich möchte mit Nachdruck darauf hinweisen: Der im Jänner verabschiedeten Resolution des OÖ. Landtages muss auch eine anwendbare Praxis mit Hausverstand folgen. Für bestehende Betriebe, die investieren wollen, brauchen wir möglichst einfache Verfahren im Umwelt- und Wasserrecht!“, macht Bezirksparteiobmann Klaus Lindinger deutlich. „Stallungen eines bäuerlichen Familienbetriebes können niemals mit einem Genehmigungsverfahren wie für einen Industriebetrieb gleichgesetzt werden!“, betont Lindinger.
Wissen zur Industrie-Emissionsrichtlinie:
Hintergrund ist die auf EU-Ebene im Jahr 2024 beschlossene Novellierung der EU-Industrie-Emissionsrichtlinie, mit der die Schwellenwerte für landwirtschaftliche Betriebe abgesenkt werden
Die verpflichtende Umsetzung hat ab 1. Juni 2026 zu erfolgen. Ab bestimmten Schwellenwerten müssen Nutztierhaltungsbetriebe damit künftig auch bei bestehenden Stallungen stets den aktuellen Stand der Technik erfüllen. Diese Änderung würde in Oberösterreich vorerst einige 100 Nutztierhalter in der Schweine- und Geflügelproduktion betreffen. Bäuerliche Familienbetriebe würden in ein industrieähnliches Genehmigungsregime gedrängt – das hat mit Realität in der Landwirtschaft nichts zu tun.
Die Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Oberösterreich beschloss eine Resolution, die sich klar gegen die Anwendung der Industrieemissionsrichtlinie auf landwirtschaftliche Betriebe ausspricht. Im Jänner 2026 verabschiedete der OÖ. Landtag eine ebensolche Resolution an die Bundesregierung.
Warum eine Anhebung der Schwellenwerte der Industrieemissionsrichtlinie wichtig ist:
Wirtschaftlicher Schutz: Unsere Familienbetriebe investieren bereits stark in moderne Tierhaltung. Ein plötzliches Erreichen der neuen Schwellenwerte würde Investitionen in Millionenhöhe erfordern – häufig ohne wirtschaftliche Tragfähigkeit.
Verwaltungsentlastung: Die derzeitigen IPPC‑Verfahren sind kostenintensiv und bürokratisch. Durch die höhere Schwelle wird der Verwaltungsaufwand erheblich reduziert.
Wettbewerbsfähigkeit: Oberösterreich ist und bleibt das Tierhaltungs‑Bundesland Nummer 1 und sichert damit Arbeitsplätze, regionale Wertschöpfung und die Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigen Produkten.
Jugendsprecher Klaus Lindinger sieht bei Ö3-Jugendstudie klare Erwartungen
Die aktuelle Ö3-Jugendstudie 2026 wird breit thematisiert. Das besondere an den Ergebnissen: 86 Prozent der 16- bis 25-Jährigen blicken der eigenen Zukunft optimistisch entgegen.
„Trotz multipler Krisen blickt die Mehrheit der GenZ optimistisch in die eigene Zukunft, gleichzeitig benennen sie zentrale Herausforderungen genau!“, hält Abgeordneter zum Nationalrat Klaus Lindinger (Anm.: Jugendsprecher der ÖVP) erfreut fest.
Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger im Austausch mit Jugendlichen aus Wels-Land.
87 Prozent sind mit ihrem Leben zufrieden, während finanzielle Sorgen, steigende Lebenshaltungskosten und leistbarer Wohnraum zu den größten Belastungen zählen.
„Die Jugend in Österreich ist bereit, Verantwortung zu übernehmen und mitzugestalten. Doch sie erwartet zurecht, gehört zu werden und faire Rahmenbedingungen vorzufinden.“, so Abgeordneter zum Nationalrat Klaus Lindinger zu den Ergebnissen der Ö3-Jugendstudie 2026.
Schule und Bildung: Mehr Praxisbezug und mehr Mitsprache
Wie sich die Jungen die Schule der Zukunft wünschen, haben sie klar artikuliert: Rund 96 Prozent der Befragten wünschen sich mehr Alltagswissen, wie etwa zu Finanzen oder Verträgen. Des Weiteren wollen sie mehr diskutieren und mitgestalten sowie fordern sie praxisnahe Inhalte.
Digitalisierung und Künstliche Intelligenz ist für die junge Generation selbstverständlich. Sie wünschen sich aber dazu mehr Kompetenzen, die im Alltag und im späteren Berufsleben tatsächlich weiterhelfen.
Sicherheit und Sinn statt „Work-Life-Balance“
Im Arbeitsleben steht für 70 Prozent die finanzielle Absicherung im Vordergrund. Neben dem Sicherheitsaspekt nehmen Wertschätzung und eine sinnstiftende Tätigkeit zu. Die Ergebnisse zeigen, dass wirtschaftliche Sicherheit und persönliche Entfaltung für viele kein Widerspruch sind, sondern zusammen gedacht werden.
„Somit wird deutlich: Die Jungen wollen Leistung erbringen, doch sie soll Sinn machen!“, hebt der regionale Abgeordnete Klaus Lindinger hervor. „Dieser Anspruch sowie das klare Bekenntnis (78 Prozent), wenn möglich Lebensmittel aus Österreich zu konsumieren, stimmen mich zuversichtlich. Die Jugend ist definitiv viel besser als ihr vermeintlicher Ruf und auch zuversichtlicher“, so Lindinger.
Das unterstreicht die Bedeutung regionaler Produktion und zeigt, dass Herkunft und Qualität für junge Menschen eine wichtige Rolle spielen.
„Dass so viele junge Menschen bewusst zu heimischen Lebensmitteln greifen wollen, ist ein starkes Zeichen für unsere Landwirtschaft. Das zeigt, wie hoch das Vertrauen in die Qualität und Arbeit unserer bäuerlichen Betriebe ist. Es ist ein klarer Auftrag, die heimische Produktion zu sichern“, zeigt sich Abg. z. NR Lindinger zuversichtlich.
Interesse an Politik, Vertrauen zurückgewinnen
Rund drei Viertel der jungen Menschen interessieren sich für politische Themen, gleichzeitig fühlt sich ein großer Teil nicht ausreichend vertreten.
„Die Studie zeigt deutlich, dass Optimismus und Gestaltungswille vorhanden sind. Wir müssen junge Menschen noch stärker in Entscheidungsprozesse einbinden. Diese Ergebnisse decken sich auch mit meinen Erfahrungen aus der ‚Demokratiewerkstatt‘ im Parlament. Auch hier erlebe ich großes Interesse der jungen Generation. Es liegt nicht zuletzt an uns Abgeordneten, das Vertrauen der Jugend in die Politik wieder zurückzugewinnen.“, so Klaus Lindinger abschließend.