Wertschöpfung am Hof, Wertschätzung für die Landwirtschaft: Klaus Lindinger besucht Christina Arminger am „Bauerhof“ in Peuerbach
Anlässlich des Internationalen Jahres der Bäuerin 2026 besucht Abgeordneter zum Nationalrat und Bürgermeister Klaus Lindinger vier Bäuerinnen im Hausruckviertel.
Die dritte Station der Besuchsreihe führte ihn zu Christina Arminger nach Peuerbach. Die junge Bäuerin lebt mit ihrem Mann Josef und ihren beiden Kindern auf dem elterlichen Hof, den das Paar 2024 übernommen hat. Gemeinsam führen sie einen Vollerwerbsbetrieb mit 47 Holstein-Milchkühen und rund 50 Hektar landwirtschaftlicher Fläche. Mit den Eltern von Christina sowie ihrer Großmutter leben insgesamt vier Generationen beim „Bauer z’Gschwendt“, so der überall bekannte Hausname.
Seit 2020 setzen Christina und Josef Arminger zusätzlich auf Direktvermarktung. Rund zehn Prozent der produzierten Milch werden vor Ort weiterverarbeitet und als Frischmilch, Joghurt, Topfen, Obers, Sauerrahm sowie saisonale Spezialitäten wie Grillkäse vermarktet. Konsument:innen können die „Bauerhof-Produkte“ direkt am Hof holen oder auch bei Regionalläden in der Umgebung kaufen.

Jeden Tag kann ich wer anderer sein
„Mit der Direktvermarktung wollen wir die Wertschätzung und Wertschöpfung auf den Hof holen“, beschreibt Christina Arminger die Motivation hinter diesem Weg.
Die Absolventin der HBLA Elmberg war schon früh entschlossen, den Familienbetrieb weiterzuführen. Ihr Mann Josef, gelernter Elektriker, zieht mit Christina an einem Strang. Gemeinsam stecken sie viel Leidenschaft, Herzblut, Hirnschmalz und Zeit in ihren Betrieb.

Rund vier Stunden täglich verbringen sie im Stall. Erleichtert wird diese durch einen modernen Melkroboter, der nicht nur für mehr Effizienz, sondern auch für mehr Ruhe im Stall sorgt. Jede Kuh entscheidet selbst, wann sie zum Melken geht.
Dass Christina jede einzelne Kuh beim Namen kennt, ist für sie selbstverständlich: „Ja, weißt du von deinen Arbeitskollegen nicht auch die Namen?“, sagt sie schmunzelnd.

Besonders am Herzen liegt der Familie die Kommunikation mit der Bevölkerung.
„Wir müssen noch viel mehr zeigen, wie Landwirtschaft heute funktioniert“, sind Christina und Josef überzeugt.
Bei den Ferienaktionen am Hof erleben sie, wie „fremd“ diese selbst Kindern in ländlichen Regionen schon ist. Die Tiere, Maschinen und das Leben am Bauernhof wie Stroh und Heu springen sind für die Kinder bereits das spannendste Programm.
Die Vielfalt und Abwechslung, die die Aufgaben als Bäuerin mit sich bringt, mag Christina Arminger besonders.
„Ich kann jeden Tag wer anderer sein: Elektrikerin, Mama, Frau am Herd, Produzentin von besten regionalen Lebensmitteln, Bürokraft usw. Das taugt mir!“, sagt sie stolz.
Landwirtschaft ist das wichtigste Business
Die zunehmende Bürokratie und der aktuell niedrige Milchpreis machen der jungen Bäuerin durchaus Sorgen.
„Landwirtschaft ist das wichtigste Business auf der ganzen Welt – Essen braucht jede und jeder! Das sollte der Gesellschaft mehr bewusst und auch mehr wert sein!“, so die junge Bäuerin.

Gleichzeitig gibt sie angehenden Bäuerinnen mit, immer wieder aufzustehen, positiv zu bleiben und Mut zu beweisen.
Hierzu passt genau der Appell „Wer weiterdenkt, kauf näher ein“, den Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger bereits seit 2019 mit den Bäuerinnen im Bezirk Wels-Land geprägt hat und regelmäßig darauf aufmerksam macht.
„Die Bäuerinnen führen mit Mut und Tatkraft ihre Betriebe. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur regionalen Versorgung und hoher Lebensqualität für die gesamte Gesellschaft. Diese Leistungen verdienen Anerkennung, Sichtbarkeit und vor allem einen fairen Preis – getreu dem Motto ‚Wer weiterdenkt, kauft näher ein‘!“, betont Klaus Lindinger abschließend.
„Bei den Besuchen sind mir drei Dinge besonders wichtig: Wertschätzung für die vielfältigen Leistungen der Bäuerinnen, der persönlichen Geschichte Raum geben und den Fokus auf die für uns alle notwendige Versorgung mit Lebensmitteln legen!“, betont Klaus Lindinger.